Ein schönes social engineering Beispiel von Google

Wenn man bei Google einen Suchbegriff eingibt, der auf Personen zielt, bekommt man in der Regel eine Portraitleiste mit den wichtigsten Treffern.

Für “deutsche komponisten” sieht diese z.B. so aus:
deutsche_komponisten

Die Komödie geht los, wenn man “american inventors” eingibt.
Die wichtigsten amerikanischen Erfindungen (und damit: Erfinder) sind laut Google:

  1. Die Entdeckung, wie man die Draht in einer Glühbirne in eine bestimmte Form bringen kann
  2. Ein bestimmtes Verfahren, ein bestimmtes Teil einer Dampflokomotive zu schmieren
  3. Die Super Soaker Wasserpistole
  4. Eine Art Gasmaske und eine handbediente Ampel
  5. Diverse kleine Entwicklungen, wie der landwirtschaftliche Ertrag gesteigert werden kann
  6. Ein Haarpflegemittel
  7. Das Folien-Elektret Mikrofon
  8. Die Multiplex-Telegrafie

Ein Liste, die um so kurioser wirkt, wenn man sie mit der Liste von http://www.american-inventor.com vergleicht:

  1. Das Telefon
  2. Sechsschüssiger Colt
  3. Halbautomatische Pistolen
  4. Klimaanlagen
  5. Das Fließband
  6. Das Dampfschiff
  7. Gummi
  8. Mähdrescher
  9. Telegrafie und der Morsecode
  10. Polio Impfung
  11. Baumwollernteautomat
  12. Das Flugzeug

Auch hier kann man natürlich komisch finden, dass Browning in der Liste ist, Edison aber nicht. Aber irgendwie scheinen mir die Erfindungen der zweiten Liste schon wichtiger, von größerer Auswirkung auf die Welt zu sein.

Des Rätsels Lösung kommt man näher, wenn man sich die zugehörigen Bilder anschaut:

american-inventors
Googles Liste

american-inventors
Die andere Liste

Beweise für Bad Culture

Sir Sic bespricht ein Video von #BlockedBySteve, in dem es um die Rape Culture geht.

Da wird eine Liste gezeigt von Indizien, die beweisen, dass wir tatsächlich in einer Rape Culture leben.

Indications of a Rape Culture

  • Blaming the victim (“She asked for it”)
  • Trivializing sexual assault (“Boys will be Boys”)
  • Sexually explicit jokes
  • Tolerance of sexual harassment
  • Inflating false rape report statistics
  • Publicly scrutinizing a victim’s dress, mental state, motives, history
  • Gratuitous gendered violence in movies and television
  • Defining “manhood” as dominant and sexually aggressive
  • Defining “womanhood” as submissive and sexually passive
  • Pressure on the man to “score”
  • Pressure on women to not appear “cold”
  • Assuming only promiscuous women get raped
  • Assuming that men don’t get raped or that only “weak” men get raped
  • Refusing to take rape accusations seriously
  • Teaching women to avoid getting raped instead of teaching men not to rape.
  • Das könnte man jetzt Punkt für Punkt durchgehen, ob da der Autor irgendwas nicht gut gewichtet, welche Annahmen über die weibliche Psyche und weibliche Mündigkeit hier vorausgesetzt werden und so weiter.

    Stattdessen habe ich mich gefragt, ob ich nicht auf gleichem Niveau beweisen kann, dass wir in einer Abzockgesellschaft leben…

    Anzeichen einer Abzockkultur

  • Dem Opfer die Schuld geben (“Man heiratet halt keine Friseuse aus Minden”)
  • Plünderung als normal darstellen (“Das gehört sich so: Der Mann zahlt”)
  • Witze über geprellte Männer (“… Das ist Barbies Scheidungsset. Es enthält Kens Auto, Kens Haus, Kens Yacht”)
  • Verständnis für abzockende Frauen
  • Statistiken über arme Frauen, die nicht genug Geld von Männern bekommen
  • Öffentlich über Männer an der Armutsgrenze herziehen, die der Ex nicht genug bezahlen
  • Filme mit Männerfiguren, die “ihre Strafe verdient haben”
  • Männlichkeit definieren als “hat die Frau zu versorgen”
  • Weiblichkeit definieren als “hat Anrecht auf Unterstützung und Unterhalt”
  • Druck auf Männer, ihre Gesundheit für Karriere aufs Spiel zu setzen
  • Frauen ermutigen, Ausbildungswege nur nach Neigung zu wählen
  • Annehmen, dass nur reiche Männer abgezockt werden
  • Annehmen, dass Frauen nicht auch andere Frauen abzocken würden
  • Weigerung, Obdachlosigkeit als gesellschaftliches Problem ernst zu nehmen, solange in erster Linie Männer betroffen sind
  • Männern Sprüche von “Pflicht” und “Ehre” reinreiben, statt Frauen beizubringen, endlich selbst Verantwortung für sich zu übernehmen
  • Ich glaube, ich habe es nicht ganz bis auf das Originalniveau runter geschafft. Aber einen Versuch war’s wert.

    Gleichberechtigung macht doch keinen Spaß. Heute :Flirten. Oder eben nicht.

    Genderama verlinkt auf einen Telegraph Artikel, der Unterschiede und auch die Kluft zwischen den Geschlechtern deutlich macht.
    Ein paar besonders kenntnisbefreite Juwelen von Charlotte Gill:


    in 2016, it seems fair that a woman can approach a chap she fancies. This sometimes works, but generally does seem to make the man’s insides shrivel up when asked “having a good night?” or something equally menacing.

    “approach anxiety” hat eine knappe Million Treffer auf Google.
    “art of the approach” knapp 400.000.
    “approaching women” etwa 82 Mio.

    Männer machen die Erfahrung, dass es nicht einfach ist, Frauen anzusprechen.
    Frauen machen die Erfahrung, dass es nicht einfach ist, Männer anzusprechen.

    Es gibt Tonnen von Analysen von Männern für Männer, wie Ansprechen funktioniert und wie nicht.
    Es gibt Tonnen von Klagen von Frauen, dass doch bitte (die richtigen) Männer Frauen ansprechen sollen, weil andersrum ist sooooo schwierig.

    Aber: Der Gedanke, dass sie beim Ansprechen was falsch macht, kommt der Autorin nicht. Nicht im Ansatz.

    “approaching men” hat übrigens auch 80 Mio Treffer. In den Top 5 sind:

    • Why women don’t approach
    • 12 Tips on how to get men to approach you
    • Essential tips for approaching women

    Der Artikel “What guys think of flirty women who approach them” weiß zu berichten:

    • They Think It’s A Turn-On:
    • Some Guys Think It’s Too Intimidating
    • It’s Sexy
    • Guys love to play hard to get, too

    Ist schon ein Kreuz mit der Gleichberechtigung, wenn sie nicht nur neue Rechte sondern auch neue Probleme beinhaltet. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.


    Now I’m not Claudia Schiffer, but I don’t think I’m Chewbacca either.

    Über den Daumen Ende 20. Ihre A-Levels (Vertiefungsfächer): “Art, English Literature, Psychology”
    AAEAAQAAAAAAAAg3AAAAJDFhODI2NTY4LThkY2MtNGJjOS04Y2VmLTVmZWJiNTg4NWFmZAgFxbbZTI

    Eine HB6 kurz vor der Mauer, die meint, George Pitt verdient zu haben. Das verheißt nichts Gutes.


    Tools like Tinder and Happn have made things worse, as men are inundated with choice – giving them false belief they are Puff Daddy.

    Ah, mein altes Thema: Frauen haben keine Ahnung, wie es Männern geht. Es interessiert sie auch nicht.
    Tatsächlich ist es nämlich eher so: Apps wie Tinder machen dem normalen Mann klar, dass er in freier Wildbahn nicht die geringste Chance hat. Aus dem verlinkten Artikel:

    Stadil is not, to be clear, some kind of Tinder mega-player: On the contrary, he had just gotten out of a serious relationship when he joined the site, and he joined to find his next serious girlfriend. But when he looked at his low match rates — the average guy’s is just .6 percent — he despaired that no amount of manual swiping would generate enough matches to really find anyone.

    Ein durchschnittlicher Mann muss, wenn ich das richtig verstehe, 166 Mal ein Matchangebot machen, um eine positive Resonanz zu erhalten.

    Ihr Zitat müsste also besser heißen: “Tools like Tinder and Happn have made things worse, as the small percentage of men I am interested in are inundated with choice – because 80% of women are all interested in the same 20% of men.


    I’m not sure what the psychological reasons for their inactivity is – perhaps feminists have scared them off with complaints of catcalling. So much so that, like the Jesus Lizard, a wolf whistle is near extinction.

    und

    British men need some encouragement, maybe even government intervention, to be more forward

    Oh, ganz knapp an der Selbsterkenntnis vorbeigeschrammt.
    Der Ruf nach Big Daddy scheint jeder Frau näher zu liegen.

    Dabei tut das government doch schon so viel, um Männern den angemessenen Umgang mit Frauen beizubringen:
    SexualHarassmentPoster sexual harassment poster.jpg 00474778


    As the Guardian likes to remind us, loneliness kills – so dithering lads are actually murderers, when you think about it.

    Ich zitiere mal Eckhard Henscheid:

    Kürzlich sagte der ARD-Reporter des Regionalliga West Spitzen Spiels Westfalia Herne gegen Rotweiß Essen anläßlich der Verrohung des Spiels den Satz: “Diese Bilder benötigen keinen Kommentars.”
    So. Der Inhalt ist zwar ungefähr klar, was letztlich gemeint war, aber so geht es natürlich nicht. Wie kann man den Satz richtiger machen?
    “Diese Bilder benötigen keinen Kommentar”? Naja, besonders stringent ist das auch nicht. Also vielleicht: “Diese Bilder benötigen keines Kommentars”? Ja? Wirklich? Ist das auch ganz sicher, dass “benötigen” den zweiten Fall regiert? Soso. Eben! So sicher ist das beileibe nicht! Aber das Maul aufreißen!
    Was tun?
    Das einzige, was uns bleibt, it halt wieder einmal der gesunde Mittelweg, der Genitiv und Akkusativ, Frage und Anklage, Soll und Haben gleichermaßen zufrieden stellt. So daß es heißt: “Diese Bilder benötigen keines Kommentar.”
    Und jetzt erst ist auch endgültig ganz klar, wa ursprünglich gemeint war: “Diese Bilder sprechen für ihnen selber.”


    Birth rates and loneliness aside, it’s a simple issue of self-esteem that worries me. Because of daft, but very real, rules of engagement, most women really are at the whim of men to decide their dating destiny. You wouldn’t believe how many guys are averse to forward women, but then won’t do the forward thing themselves. So everyone is stuck.

    When I talk to single friends, many of us share a simple desire: we just want to be talked to more.

    Der Traum des Feminismus, Geschlechterrollen abzuschaffen, er scheitert vor allem an der normalen Frau.
    Der ist das nämlich viel zu schwierig, die Rolle des Mannes zu übernehmen.


    Edit: Der Fairness halber sei betont, dass C.Gill dem durchgeknallt Feministischen durchaus öffentlich kritisch gegenüber steht.

    Wie alt ist die durchschnittliche Feministin?

    Zum Hintergrund:

    Ein grrrooooßes feministisches Thema der letzten Jahre war die Pink Tax, also der Umstand, dass Produkte, die für Frauen vermarktet werden in vielen Beispielen mehr kosten als jene für Männer.

    Ein kurzes Googeln zeigt, wie ernst das “Problem” genommen wird.

    Die Westdeutsche Zeitung schreibt:

    Für vergleichbare Produkte wird oft deutlich mehr verlangt. Das zeigen eine Studie aus New York und eine Stichprobe aus Hamburg.
    Augen auf im Drogeriemarkt – Frauen werden für vergleichbare Produkte oft mehr zur Kasse gebeten.
    Düsseldorf. Der Kinderroller in roter Farbe kostet 24,99 Dollar. Das gleiche Modell in pink hingegen 49,99 Dollar. Dieses besonders augenfällige Beispiel für ein „Gender Pricing“ – vom Geschlecht des Käufers abhängige Preisfindung – findet sich in einer aktuelle Studie.

    n-tv schreibt

    Frauen zahlen für das selbe Produkt oder die selbe Dienstleistung mehr als Männer. Klingt unglaubwürdig? Ist auch nicht offensichtlich. Denn Handel und Dienstleister kaschieren diese Ungerechtigkeit clever – zum Beispiel durch unterschiedliche Verpackungen.

    Beim WDR heißt es

    Frauen zahlen mehr. Nicht, weil sie mehr einkaufen, sondern weil sie für bestimmte Dinge des täglichen Lebens höhere Preise in Kauf nehmen müssen als Männer: zum Beispiel für Körperpflegemittel und Kosmetika, aber auch für bestimmte Dienstleistungen. Dieser “Frauenaufschlag” wird auch “Pink Tax” genannt – weil er ein internationales Phänomen der westlichen Industrieländer ist.

    Und so weiter und so fort.

    Ich hatte den offensichtlichen Unsinn des Themas hier auch schon.

    tl;dr kommentierte seinerzeit, als das Thema hochkochte

    Another feminist demanding equality of outcome (or equity) without understanding the differences of input. Are we surprised? I’m not.


    Vor diesem Hintergrund stieß ich heute auf diese Bilderstrecke:
    pink tax 1

    pink tax 2

    pink tax 3

    pink tax 4

    pink tax 5

    pink tax 6

    pink tax 7

    pink tax 8

    pink tax 9

    Was wollen uns diese Bilder sagen?

    Vermutlich: “Selbst 5-Jährige können schon sehen, wie unfair das Patriarchat ist.”

    Was sagen mir diese Bilder?

    “Es braucht den Verstand einer 5-Jährigen, um hier eine Benachteiligung oder gar Unterdrückung zu sehen.”

    Oder kann mir jemand erklären, wo das “…have to buy pink stuff…” begründet wird?


    Schöne Kommentare unter den Bildern:

    Is her dad going to tell her that boys and girls can get whatever they want and companies aren’t looking to stop them or is he just going to keep using her for his narrative?


    You can tell she’s reading off a script.


    Out of the mouths of coached babes often times come gems of shameless indoctrination.


    if misogyny cannot be found, it will be invented.

    if pedophilia cannot be found, it will be invented.

    if male privilege cannot be found, it will be invented.

    what does that tell you about misogyny, pedophilia, and male privilege?

    Männer sind wie iPads…

    …und Frauen sind wie Unix-Rechner.

    Es gibt so Bemerkungen von Freunden, die einen noch Monate später beschäftigen. Wie zum Beispiel, als eine eigentlich freundliche, intelligente, empathische Freundin vor vielen Wochen sagte: “Ich glaub schon, dass Männer leichter zu verstehen sind als Frauen”, und ich nur in schallendes Gelächter ausbrechen konnte.

    Meine tägliche Erfahrung ist, dass keine Frau in meiner Umgebung auch nur im Ansatz eine Vorstellung davon hat, was mich als Mann umtreibt. Die Verpflichtung zu funktionieren, die Probleme, die daraus erwachsen, als Verfügungsmasse (expendable) zu gelten. Keine Frau musste sich z.B. je damit auseinandersetzen, ob sie in der Armee dienen will und wenn nicht, warum nicht. Mich hat das zweieinhalb Jahre meines Lebens gekostet.

    Für eine Frau ist physische Gewalt etwas, was sie einfach ablehnen kann. Das kommt in ihrem Leben voraussichtlich nicht vor, sie wird aller Wahrscheinlichkeit nie in eine Situation kommen, in der sie entscheiden muss, ob sie selbst gewalttätig wird oder nicht.
    Ein Mann muss eine bewusste Einstellung zum Thema Gewalt entwickeln, weil er sich wahrscheinlich nicht aussuchen kann, ob er in seinem Leben in gewalttätige Situationen gerät oder nicht. Spätestens die Einberufung macht das unübersehbar.
    Wenn Tucholsky sagt, alle Soldaten seien Mörder, kann man darüber diskutieren. Wenn eine Frau das sagt, ist das blanker Hohn.

    Continue reading