Gleichberechtigung macht doch keinen Spaß. Heute :Flirten. Oder eben nicht.

Genderama verlinkt auf einen Telegraph Artikel, der Unterschiede und auch die Kluft zwischen den Geschlechtern deutlich macht.
Ein paar besonders kenntnisbefreite Juwelen von Charlotte Gill:


in 2016, it seems fair that a woman can approach a chap she fancies. This sometimes works, but generally does seem to make the man’s insides shrivel up when asked “having a good night?” or something equally menacing.

“approach anxiety” hat eine knappe Million Treffer auf Google.
“art of the approach” knapp 400.000.
“approaching women” etwa 82 Mio.

Männer machen die Erfahrung, dass es nicht einfach ist, Frauen anzusprechen.
Frauen machen die Erfahrung, dass es nicht einfach ist, Männer anzusprechen.

Es gibt Tonnen von Analysen von Männern für Männer, wie Ansprechen funktioniert und wie nicht.
Es gibt Tonnen von Klagen von Frauen, dass doch bitte (die richtigen) Männer Frauen ansprechen sollen, weil andersrum ist sooooo schwierig.

Aber: Der Gedanke, dass sie beim Ansprechen was falsch macht, kommt der Autorin nicht. Nicht im Ansatz.

“approaching men” hat übrigens auch 80 Mio Treffer. In den Top 5 sind:

  • Why women don’t approach
  • 12 Tips on how to get men to approach you
  • Essential tips for approaching women

Der Artikel “What guys think of flirty women who approach them” weiß zu berichten:

  • They Think It’s A Turn-On:
  • Some Guys Think It’s Too Intimidating
  • It’s Sexy
  • Guys love to play hard to get, too

Ist schon ein Kreuz mit der Gleichberechtigung, wenn sie nicht nur neue Rechte sondern auch neue Probleme beinhaltet. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.


Now I’m not Claudia Schiffer, but I don’t think I’m Chewbacca either.

Über den Daumen Ende 20. Ihre A-Levels (Vertiefungsfächer): “Art, English Literature, Psychology”
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Eine HB6 kurz vor der Mauer, die meint, George Pitt verdient zu haben. Das verheißt nichts Gutes.


Tools like Tinder and Happn have made things worse, as men are inundated with choice – giving them false belief they are Puff Daddy.

Ah, mein altes Thema: Frauen haben keine Ahnung, wie es Männern geht. Es interessiert sie auch nicht.
Tatsächlich ist es nämlich eher so: Apps wie Tinder machen dem normalen Mann klar, dass er in freier Wildbahn nicht die geringste Chance hat. Aus dem verlinkten Artikel:

Stadil is not, to be clear, some kind of Tinder mega-player: On the contrary, he had just gotten out of a serious relationship when he joined the site, and he joined to find his next serious girlfriend. But when he looked at his low match rates — the average guy’s is just .6 percent — he despaired that no amount of manual swiping would generate enough matches to really find anyone.

Ein durchschnittlicher Mann muss, wenn ich das richtig verstehe, 166 Mal ein Matchangebot machen, um eine positive Resonanz zu erhalten.

Ihr Zitat müsste also besser heißen: “Tools like Tinder and Happn have made things worse, as the small percentage of men I am interested in are inundated with choice – because 80% of women are all interested in the same 20% of men.


I’m not sure what the psychological reasons for their inactivity is – perhaps feminists have scared them off with complaints of catcalling. So much so that, like the Jesus Lizard, a wolf whistle is near extinction.

und

British men need some encouragement, maybe even government intervention, to be more forward

Oh, ganz knapp an der Selbsterkenntnis vorbeigeschrammt.
Der Ruf nach Big Daddy scheint jeder Frau näher zu liegen.

Dabei tut das government doch schon so viel, um Männern den angemessenen Umgang mit Frauen beizubringen:
SexualHarassmentPoster sexual harassment poster.jpg 00474778


As the Guardian likes to remind us, loneliness kills – so dithering lads are actually murderers, when you think about it.

Ich zitiere mal Eckhard Henscheid:

Kürzlich sagte der ARD-Reporter des Regionalliga West Spitzen Spiels Westfalia Herne gegen Rotweiß Essen anläßlich der Verrohung des Spiels den Satz: “Diese Bilder benötigen keinen Kommentars.”
So. Der Inhalt ist zwar ungefähr klar, was letztlich gemeint war, aber so geht es natürlich nicht. Wie kann man den Satz richtiger machen?
“Diese Bilder benötigen keinen Kommentar”? Naja, besonders stringent ist das auch nicht. Also vielleicht: “Diese Bilder benötigen keines Kommentars”? Ja? Wirklich? Ist das auch ganz sicher, dass “benötigen” den zweiten Fall regiert? Soso. Eben! So sicher ist das beileibe nicht! Aber das Maul aufreißen!
Was tun?
Das einzige, was uns bleibt, it halt wieder einmal der gesunde Mittelweg, der Genitiv und Akkusativ, Frage und Anklage, Soll und Haben gleichermaßen zufrieden stellt. So daß es heißt: “Diese Bilder benötigen keines Kommentar.”
Und jetzt erst ist auch endgültig ganz klar, wa ursprünglich gemeint war: “Diese Bilder sprechen für ihnen selber.”


Birth rates and loneliness aside, it’s a simple issue of self-esteem that worries me. Because of daft, but very real, rules of engagement, most women really are at the whim of men to decide their dating destiny. You wouldn’t believe how many guys are averse to forward women, but then won’t do the forward thing themselves. So everyone is stuck.

When I talk to single friends, many of us share a simple desire: we just want to be talked to more.

Der Traum des Feminismus, Geschlechterrollen abzuschaffen, er scheitert vor allem an der normalen Frau.
Der ist das nämlich viel zu schwierig, die Rolle des Mannes zu übernehmen.


Edit: Der Fairness halber sei betont, dass C.Gill dem durchgeknallt Feministischen durchaus öffentlich kritisch gegenüber steht.

Wie alt ist die durchschnittliche Feministin?

Zum Hintergrund:

Ein grrrooooßes feministisches Thema der letzten Jahre war die Pink Tax, also der Umstand, dass Produkte, die für Frauen vermarktet werden in vielen Beispielen mehr kosten als jene für Männer.

Ein kurzes Googeln zeigt, wie ernst das “Problem” genommen wird.

Die Westdeutsche Zeitung schreibt:

Für vergleichbare Produkte wird oft deutlich mehr verlangt. Das zeigen eine Studie aus New York und eine Stichprobe aus Hamburg.
Augen auf im Drogeriemarkt – Frauen werden für vergleichbare Produkte oft mehr zur Kasse gebeten.
Düsseldorf. Der Kinderroller in roter Farbe kostet 24,99 Dollar. Das gleiche Modell in pink hingegen 49,99 Dollar. Dieses besonders augenfällige Beispiel für ein „Gender Pricing“ – vom Geschlecht des Käufers abhängige Preisfindung – findet sich in einer aktuelle Studie.

n-tv schreibt

Frauen zahlen für das selbe Produkt oder die selbe Dienstleistung mehr als Männer. Klingt unglaubwürdig? Ist auch nicht offensichtlich. Denn Handel und Dienstleister kaschieren diese Ungerechtigkeit clever – zum Beispiel durch unterschiedliche Verpackungen.

Beim WDR heißt es

Frauen zahlen mehr. Nicht, weil sie mehr einkaufen, sondern weil sie für bestimmte Dinge des täglichen Lebens höhere Preise in Kauf nehmen müssen als Männer: zum Beispiel für Körperpflegemittel und Kosmetika, aber auch für bestimmte Dienstleistungen. Dieser “Frauenaufschlag” wird auch “Pink Tax” genannt – weil er ein internationales Phänomen der westlichen Industrieländer ist.

Und so weiter und so fort.

Ich hatte den offensichtlichen Unsinn des Themas hier auch schon.

tl;dr kommentierte seinerzeit, als das Thema hochkochte

Another feminist demanding equality of outcome (or equity) without understanding the differences of input. Are we surprised? I’m not.


Vor diesem Hintergrund stieß ich heute auf diese Bilderstrecke:
pink tax 1

pink tax 2

pink tax 3

pink tax 4

pink tax 5

pink tax 6

pink tax 7

pink tax 8

pink tax 9

Was wollen uns diese Bilder sagen?

Vermutlich: “Selbst 5-Jährige können schon sehen, wie unfair das Patriarchat ist.”

Was sagen mir diese Bilder?

“Es braucht den Verstand einer 5-Jährigen, um hier eine Benachteiligung oder gar Unterdrückung zu sehen.”

Oder kann mir jemand erklären, wo das “…have to buy pink stuff…” begründet wird?


Schöne Kommentare unter den Bildern:

Is her dad going to tell her that boys and girls can get whatever they want and companies aren’t looking to stop them or is he just going to keep using her for his narrative?


You can tell she’s reading off a script.


Out of the mouths of coached babes often times come gems of shameless indoctrination.


if misogyny cannot be found, it will be invented.

if pedophilia cannot be found, it will be invented.

if male privilege cannot be found, it will be invented.

what does that tell you about misogyny, pedophilia, and male privilege?

Männer sind wie iPads…

…und Frauen sind wie Unix-Rechner.

Es gibt so Bemerkungen von Freunden, die einen noch Monate später beschäftigen. Wie zum Beispiel, als eine eigentlich freundliche, intelligente, empathische Freundin vor vielen Wochen sagte: “Ich glaub schon, dass Männer leichter zu verstehen sind als Frauen”, und ich nur in schallendes Gelächter ausbrechen konnte.

Meine tägliche Erfahrung ist, dass keine Frau in meiner Umgebung auch nur im Ansatz eine Vorstellung davon hat, was mich als Mann umtreibt. Die Verpflichtung zu funktionieren, die Probleme, die daraus erwachsen, als Verfügungsmasse (expendable) zu gelten. Keine Frau musste sich z.B. je damit auseinandersetzen, ob sie in der Armee dienen will und wenn nicht, warum nicht. Mich hat das zweieinhalb Jahre meines Lebens gekostet.

Für eine Frau ist physische Gewalt etwas, was sie einfach ablehnen kann. Das kommt in ihrem Leben voraussichtlich nicht vor, sie wird aller Wahrscheinlichkeit nie in eine Situation kommen, in der sie entscheiden muss, ob sie selbst gewalttätig wird oder nicht.
Ein Mann muss eine bewusste Einstellung zum Thema Gewalt entwickeln, weil er sich wahrscheinlich nicht aussuchen kann, ob er in seinem Leben in gewalttätige Situationen gerät oder nicht. Spätestens die Einberufung macht das unübersehbar.
Wenn Tucholsky sagt, alle Soldaten seien Mörder, kann man darüber diskutieren. Wenn eine Frau das sagt, ist das blanker Hohn.

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Objektifizierung – wie immer nicht so schwarz-weiß wie von Feministen gemalt

In diesem Vortrag

erwähnt Karen Straughan eine Studie, die das feministische Objektifizierungskonzept angeblich ziemlich alt aussehen lässt.

Ich habe keine Zeit, sie gründlich zu studieren, aber einige erste Eindrücke.

Zur Erinnerung: Der Gedanke der Objektifizierung ist, dass ein Mensch auf eine Funktion reduziert wird und gedanklich entsorgt werden kann, sobald die Funktion erfüllt ist.
Im sexuellen Kontext also, dass die Frau nur dazu dient, den Mann aufzugeilen. Um sie geht es nicht.

Tatsächlich lässt sich empirisch ein Zusammenhang nachweisen: Je körperlicher eine Person wahrgenommen wird, desto weniger Kompetenz wird ihr zugetraut. Auch im Selbstbild: Wer sich auf seinen Körper reduziert sieht, leistet weniger.

Es hat einen guten Grund, weshalb Businesskostüme i.d.R nicht auf Sexiness aus sind, sondern auf Sachlichkeit.

Wie so häufig gibt es also eine solide empirische Grundlage, die in der feministischen Interpretation verkorkst wird. Als wenn nur Frauen nur in sexueller Hinsicht auf eine Funktion reduziert würden.

Die Studie zeigt eine neue Perspektive, aus der das feministische Konzept der Objektifizierung nicht sinnvoll (vulgo: Quatsch) ist. Denn das feministische Konzept geht davon aus, dass “Objekt <-> (beseeltes) Subjekt” eine eindimensionale Achse habe. “Stein” am einen Ende, “Mensch” am anderen.

Das ist allerdings wohl nicht der Fall. Jüngere Forschung zeigt, dass eine Achse zur Beschreibung von Geist (“mind”) nicht reicht, dass es mindestens zwei braucht: Handlungsfähigkeit und Empfindungsfähigkeit (“agency and experience”).

Agency is the capacity to act, plan and exert self-control, whereas Experience is the capacity to feel pain, pleasure and emotions

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