Im Gespräch mit einer M&M Feministin

Bei Man Tau kam es in den Kommentaren zum Monatsrückblick zu einem Gespräch mit einer (vermutlich jungen) Frau, die das Bild mit den 10% vergifteten M&Ms passend findet.

Da sie konsequent unter dem Namen anonym schrieb, wurde sie bald zur leichteren Bezugnahme Anna Nüm getauft.

Der Kommentarstrang zeigt bilderbuchmäßig die völlig verschiedenen Sprachspiele von Feministinnen und rationalen Menschen.

Hier ein kurzer Abriss…

Ihr “establishing shot”:

Warum ist der Vergleich mit den M&Ms dumm? Genau so stellt es sich doch für eine Frau dar.

Wie soll sie denn die Vergifteten oder Ungenießbaren von den anderen unterscheiden wenn sich alle gleich darstellen?

Immer soll die Frau das ganze Risiko tragen. Und was hat sie am Ende davon? Ist es das Wert? Sex mit nem Kerl wird eh überbewertet. Kein Wunder, dass immer weniger Frauen darauf Lust haben…

Es ist so viel falsch oder ohne jeden Maßstab an diesem Gesprächsbeitrag, dass es schwer ist, einen Kritikpunkt zu finden, mit dem man anfangen soll.

Einige weisen darauf hin, dass jeder Mensch mit Risiken konfrontiert ist und seine eigenen Prioritäten setzen muss, andere bemerken, dass man im M&M Bild “Männer” ohne Reibungsverluste mit “Schwarze” oder “Juden” ersetzen kann.

Was Anna vermutlich einfach nur ausdrücken will: “Ich bin nicht in der Lage, ‘gute’ von ‘schlechten’ Männern zu unterscheiden und wurde oft genug enttäuscht ( ≈ habe mich oft genug geirrt), dass ich den Kontakt zu Männern an sich als Gefahr wahrnehme”

Annas Reaktion auf die Antworten:

Mein Beitrag von gestern Abend war keine Ironie, sondern ernst gemeint. Und die Antworten sind wieder sooo typisch. Kein bisschen Einfühlungsvermögen, stattdessen Abtun, Relativieren, derailen. Zur Rassismuskeule: Es geht hier nicht um ein kontaktloses Nebeneinander. Es geht darum, dass doch ihr Männer ständig was von uns Frauen wollt und daher ungefragt, ungebeten und oftmals unhöflich und aggressiv Kontakt herstellt.

Wann bitteschön wurdet Ihr den zuletzt ungebeten von einer Frau dumm angebaggert, so daß ihr Angst um eure Sicherheit hattet? Na, seht ihr? Das ist mit den M&Ms gemeint: Frau weisss nie, ob der Typ, der sie da gerade ansülzt, ein harmloser Vollpfosten ist oder ein Psycho.

Wenn eine Frau von sich aus Interesse an einem Kerl hat (warum auch immer), wird sie ihn vorher abchecken, bevor sie auf ihn zugeht. So kann sie ihr Risiko selber minimieren. Bei ungefragten Anmachen geht das nicht, da hat die Gesellschaft die Pflicht, die Frau zu schützen. Oder hat eine Frau bei Euch kein Recht auf angstfreies Leben?

Die wesentlichen Punkte:
• Wer sachlich auf einen Rant antwortet, zeigt kein Einfühlungsvermögen. Das ist als Kritik gemeint.
• Alle Männer sind eine homogene Einheit. Damit hat jeder Mann Mitschuld an allem, was irgendein Mann tut.
• Alle Männer wollen ständig Kontakt zu Frauen, Frauen wollen eher keinen Kontakt zu Männern.
• Ein Mann, der eine Frau anspricht, ist (wahrscheinlich?) ein Vollpfosten oder ein Psycho.
• Frauen haben Angst vor Männern.
• Frauen haben ein Recht darauf, keine Angst zu haben.

Der letzte Punkt ist der Kasus Knacktus: Anna hat Angst. Anna glaubt, “die Gesellschaft” (wer auch immer das genau ist) schulde ihr ein angstfreies Leben.

Um zu verdeutlichen, warum die Kommentatoren (rein emotional gesprochen) Probleme mit Annas Beiträgen haben, stelle ich mal zwei Sätze nebeneinander:

Ich habe Angst. Was soll ich bloß tun?

oder

Ich habe Angst. Du bist Schuld, also tu etwas.

Hausaufgabe für den geneigten Leser: Welcher dieser Sätze spiegelt die Einstellung Anna Nüms wieder?

In ihren Beiträgen bleibt Anna dramatisch, sie beschreibt eine üble Szene, wie sie ihr anscheinend ständig widerfährt.

Und jetzt stell Dir nochmal folgende Konstellation dazu vor: Du bist 1,60, wiegst 55 kg, machst gerne Zumba und Pilates und Du fühlst Dich an dem Tag eh etwas unsicher und unbehaglich. Und [der] übergriffige [Kerl] ist 1,80, wiegt 100 kg und macht Kraftsport. Und während [er] Dir in den Schritt fasst, schaut [er] dich an mit einem Blick der besagt “Wenn ich will, kann ich dich töten also unterwirf dich mir, F***”

Es geht auf der scheinbar theoretischen Ebene weiter

Der M&M Vergleich sagt genau das eine: Nicht alle Männer sind so, aber aus Sicht einer Frau ist erstmal nicht zu unterscheiden ob frau es mit einem Netten oder einem Psycho zu tun hat. Und noch viel schlimmer: Frau hat gar keine Chance ihr Risiko selbst einzuschätzen und abzuwägen, da sie ungefragt von allen Sorten Männern angebaggert und angemacht und angetatscht wird.

Und diesen entscheidenden Unterschied wollt ihr Kerle einfach nicht kapieren.

Wenn man diese beiden Zitate für bare Münze nimmt und nicht zu kritteln findet, dann hat Anna recht, dann ist der M&M Vergleich ein angemessenes Denkmodell.

Ich hab die Stellen, die ich zu bekritteln habe, kursiv gesetzt.

Im ersten Zitat schreibt sie: “…mit einem Blick, der besagt…”. Müsste das nicht heißen: “…mit einem Blick, den ich in spontaner Angst interpretiere als…”?
Doch, das müsste es.

“Frau hat gar keine Chance…” Müsste das nicht heißen: “Ich hab gar keinen Chance…”?
Doch, das müsste es. Es gibt genug Frauen, die souverän die Indizien für verschiedene Männertypen lesen können. Das ist also nicht unmöglich.

Dieses wahllose (orientierungslose) Wechseln zwischen den Ebenen Persönlich vs. Allgemein passiert Anna ständig. Es wird nicht unterschieden zwischen “Ein Mann macht…” und “Männer machen…” oder “Ich bin sozial inkompetent” und “Frauen sind sozial inkompetent”.


Wichtig scheint mir an dieser Stelle zu sein, dass die politischen und philosophischen Aussagen von Anna zwar einiges zu Wünschen übrig lassen, dass da aber ein wichtiger Kern ist, den man ihr zugestehen muss:
So wie die Sachlage ist, hat Anna ein Problem mit Männern. Nicht mit einigen bestimmten Männern. Auch nicht mit allen Männern. Sondern “mit Männern”. Der gesamte soziale Bereich der zwischengeschlechtlichen Interaktion ist für sie problematisch, wird regelrecht als gefährlich wahrgenommen.
Diese Aussage kann man ihr nicht streitig machen.

Wäre Anna ein Mann, würde sie zum MGTOW.

Das scheint mir wichtig:
Die meisten in der Manosphere haben Respekt von MGTOWs und sehen sie als unweigerliche Folge einer misandrischen Welt.
Dass manche Frauen sich von dem M&M Bild angesprochen fühlen, ist eine unweigerliche Folge einer Welt, in der es keine Spielregeln für den Umgang der Geschlechter miteinander mehr gibt.
In diesem Empfinden haben sie ebenso viel Respekt verdient wie ein MGTOW, der sagt: “Ich glaube nicht daran, eine Frau zu finden, die es wert ist.”

Leider sind damit die Gemeinsamkeiten zwischen Anna und einem MGTOW schon vorbei.
Ein MGTOW zieht sich auf sein Individuum zurück mit der Einstellung: “Ich tu dir nichts, du tust mir nichts, jeder lebt für sich so gut er kann.”
Daran ist ethisch kaum etwas zu kritteln; das ist eine legitime Einstellung. Zumindest für jeden, der “Life, Liberty, Pursuit of Happiness” als Werte für das Individuum wichtig findet.

Wie aber geht Anna mit der Situation um? Zieht sie auch den Schluss, dass sie sich selbst aus der Problemzone rauszieht und damit unbelästigt ihr eigenes Glück eigenständig weiter verfolgt?

Schauen wir uns an, was weiter passiert:


Es melden sich Kommentatoren, die Anna zugestehen, dass die geschilderten Szenen problematisch sind, und die fragen, was sie sich vorstellt, wie das Problem gelöst werden könnte.

Ihre Antwort:

Es sind die Köpfe der Männer, in denen sich was ändern muss. Männer sollen endlich aufhören, Frauen als Beute anzusehen, als Sexobjekte oder als Untermenschen mit denen Mann alles machen kann und die Mann herablassend von oben herab behandeln kann. Sie müssen lernen, dass auch Frauen eine Würde haben und diese unantastbar ist. Es muss aufhören, dass Macker und Aufreissertypen von anderen Männern als coole Erfolgstypen betrachtet werden. Das stachelt nur alle anderen Männer zur Nachahmung an.
Von der Gesellschaft muss übergriffiges, respektloses und verächtliches Verhalten von Männern gegenüber Frauen konsequent geächtet werden. Auch sollen endlich die Gesetze verschärft werden, die Strafen erhöht und mehr Polizei auf der Strasse diese auch durchsetzen. Hierzulande wird man härter bestraft wenn man im Laden ein Duplo klaut, als wenn man einer Frau an den Busen fasst. Typisch Patriarchat.

Das Gegenteil von WGTOW.

Muss ich diese Ansammlung feministischen Unsinns jetzt einzeln durchgehen? Muss nicht, tu’s trotzdem.

Es sind die Köpfe der Männer, in denen sich was ändern muss.

Allein dieser Satz öffnet eine Box, die so gruselig ist wie die der Pandora: Männer — aus praktischen Erwägungen: alle Männer — müssen umprogrammiert werden.

Männer sollen endlich aufhören, Frauen als Beute anzusehen,…

Es gibt nicht viele Männer, die Frauen als Beute sehen.
Frauen sollten aufhören, sich als Beute zu verhalten.

…als Sexobjekte…

Das Wort macht mich immer noch ratlos, nach allen Feminismusschulungen, die es in den letzten 40 Jahren gab. Heißt das, dass Männer Frauen nicht mehr begehren sollen? Oder, dass der Körper der Frau im Begehren des Mannes keine Rolle spielen soll? Oder dass der Körper der Frau erst eine Rolle spielen darf, wenn der Geist, nein: das Herz der Frau ausreichend gewürdigt wurde? Oder ist der Begriff einfach Quatsch?

…oder als Untermenschen mit denen Mann alles machen kann und die Mann herablassend von oben herab behandeln kann.

In den Kommentarspalten von u.a. Heartiste gibt es Männer, auf die diese Beschreibung zutrifft.
Die meisten davon haben eine Geschichte hinter sich. In der immer gleichen Geschichte gibt es einen Mann, der auf die Nase gefallen ist, als er eine Frau respektvoll behandelt hat und der irgendwann feststellte, dass es ihm wesentlich besser geht – und die jeweilige Frau ihn besser behandelt – wenn er mit Frauen respektlos umgeht.

Die Welt scheint komplizierter zu sein, als Anna sie malt.

Sie müssen lernen, dass auch Frauen eine Würde haben und diese unantastbar ist.

Ja, genau. Blöde Kerle.

Es muss aufhören, dass Macker und Aufreissertypen von anderen Männern als coole Erfolgstypen betrachtet werden. Das stachelt nur alle anderen Männer zur Nachahmung an.

Damit das aufhören kann, müsste es erst mal anfangen.

Von der Gesellschaft muss übergriffiges, respektloses und verächtliches Verhalten von Männern gegenüber Frauen konsequent geächtet werden.

Das passiert wirklich nie. Das ist noch nicht vorgekommen.

Auch sollen endlich die Gesetze verschärft werden, die Strafen erhöht …

…weil höhere Strafen nämlich Straftaten verhindern. In den amerikanischen Bundesstaaten, in denen es die Todesstrafe gibt, passieren absolut keine Morde mehr.

…und mehr Polizei auf der Strasse diese auch durchsetzen.

Und damit das auch wirklich klappt, brauchen wir einen Polizisten pro Frau. Plus eine Politesse, damit der Polizist nicht übergriffig wird.
Mindestens.

Hierzulande wird man härter bestraft wenn man im Laden ein Duplo klaut, als wenn man einer Frau an den Busen fasst.

Stimmt.
Auffällig

Annas würdevoller Abgang, nachdem ihr auch bei ManTau ihr Vorschlag zerpflückt wird:

Mein Vorschlag war, dass ihr Frauen so behandeln solltet, wie ihr wollt, das Euch schwule Männer behandeln. Das wollt ihr nicht. Also ist die Diskussion und mein Ausflug in diese Masku-Höhle (Hölle?) beendet. Hier riecht es eh zu sehr nach getragenen Männer-Socken…

Sie kriegt es einfach nicht hin. Der Unterschied zwischen “Ihr Männer” und “Die Männer, die nicht Ihr seid, sondern ganz andere, die ein problematisches Verhalten zeigen, mit denen ich hier aber gar nicht im Gespräch war, deren Vergehen ich aber den hier anwesenden vorgeworfen habe.” muss wirklich sehr schwer zu begreifen sein.

Für eine junge Feministin.

Es bleibt der Eindruck, dass “die Gesellschaft” es doch bitte schön auf die Reihe kriegen sollte, jeder Frau einen persönlichen Bodyguard zu stellen.

Eigentlich brilliant, wenn man drüber nachdenkt.

Man könnte das Arbeitsverhältnis “Ehe” nennen…

Advertisements

11 thoughts on “Im Gespräch mit einer M&M Feministin

  1. 1. Es gibt bereits einen Bodyguard pro Frau, wenn sie einen Partner hat oder heiratet.

    2. Ich denke, mit einem Bodyguard ist es nicht getan. Da fehlen noch Therapeuten, Coaches und jede Menge Hilfsorganisationen, falls Madame mal eine Flatulenz quersitzt und sie sich nicht traut in ihrer Wohnung der Natur ihren Lauf zu lassen, weil ein Nachbar es hören könnte, den sie zufällig voll toll findet, aber nicht anspricht, weil er “auch nur ein Mann(tm)” ist.

  2. Pingback: Böse Verallgemeinerungen « jungsundmaedchen

  3. Pingback: Not all M&Ms are poison | Flussfänger

  4. Vielen Dank für diese Analyse. Besonders dieser Satz hat mich inspiriert:

    Ich habe Angst. Du bist Schuld, also tu etwas.

    Da steckt meiner Meinung sehr viel Wahrheit drin. Die Grundhaltung ist: ich weiss nicht wie ich mit der Welt umgehen soll, also muss die Welt sich ändern. Die Lösung: Verwende deine 5 Sinne!

  5. Das führt zu einem wirklich interessanten Paradox, das ich auch mal in irgendeinem feministischen Blog erwähnt habe. Dort forderte eine Feministin, dass es Schutzräume geben müsse, in denen Frauen angstfrei leben können. Es ging da nicht nur um angstfrei, sondern auch ohne Zwang zur Lohnarbeit etc.

    Ich sagte, dass es so einen Schutzraum schon gibt. Der nennt sich “Familie”. Die Frau kann in der idealen Familie angstfrei ohne die Notwendigkeit aushäusig einer Lohnarbeit nachzugehen leben. Vor dem Hintergrund, dass es ja eine der Kernforderungen des Feminismus war und ist, Frauen aus dem Familienkorsett zu befreien ist es interessant zu sehen, wie die Forderungen nach Schutzräumen oder allgemein nach Schutz der Frau zu Lösungskonzepten weisen, aus denen der Feminismus die Frauen ja ursprünglich befreien wollte.

    Von Lösungen, die ohne Familienkorsett auskommen, sind wir aber wohl noch weit entfernt, weil wir noch voll in der Phase der gegenseitigen Schuldzuweisungen sind. Leider.

  6. Im Prinzip ist vieles richtig was Du schreibst. Anmerken möchte ich jedoch noch, die gute Anna hat eine kranke Wahrnehmung. Es ist auf gleichem Niveau wie Menschen die Homosexuelle Therapieren wollen, weil die Empfindung dieser Homosexuellen eben nur krank sein kann, weil es mich persönlich stört wenn Homosexuelle in der Öffentlichkeit rumknutschen…

    Ähnlich sieht es auch Anna, denn sie glaubt nicht das ihre Einstellung falsch ist, somit sucht sie sich Menschen die ihre Einstellung und Sichtweise teilen. Diese findet sie im Feminismus, für die eh alle Männer nur krank sind. Das aber auch ein Grossteil der Frauen mit Männern umgehen können ohne ein Problem zu haben, dass sieht Anna nicht, will sie nicht sehen und kann sie nicht sehen. Wenn sich dann doch mal eine zu Wort meldet, so begeht diese Frau halt Victim blaming, wobei fraglich ist ob Anna ihre Schilderungen wirklich erlebt oder von einer verkrusteten Schiefebene (ähnlich Schrupp) auf von anderen erlebten Situationen überträgt.

    Ich sehe es bei uns immer wieder, da kommen irgendwelche neuen an und steigern sich in einer kleinen Gruppe in Rage wie schlimm doch die Frauen sind. Häufig ist der, der vergleichsweise wenig bis garnichts erlebt hat, derjenige der alle anderen mit hoch zieht und dann alle Frauen für potentielle Falschbeschuldigerinnen gehalten werden, weil einer der justamente aus zwei Tagen Uhaft entlassen wurde, seine Erlebnisse berichtet… Ähnlich spielt auch hier die Musik, Schrupp, die nichts erlebt hat, nennt ihr Nichtbeispiel um zu erklären warum sie Angst vor Männern hat und keinem fällt etwas auf. Aber einig sind sich alle, das von Schrupp erlebte ist so schlimm, das man etwas tun muss. Und in ihrer Feministischen Filterbubble werden alle rausgedrängt oder unsichtbar gemacht, die das anders sehen. Es gibt halt immer zwei Meinungen, meine und die Falsche.

    Ein weiterer Punkt ist, das Anna hier wieder mal Prinzessin Lillifee Haltung einnimmt. Ich bin eine kleine tolle Fee, und ihr alle müsst mich beschützen. Doch warum muss ich das? Weil sie eine Frau ist und meines Schutzes bedarf, der nun einmal ein Mann ist? Denn nichts anderes ist es ja, wenn sie möchte das wir Männer Massnahmen ergreifen. Damit spielt sie weiter die Rolle des kleinen Hascherls, dass sich in dieser ganz bösen Welt nicht zurecht findet. Aber sonst möchte sie bitte gleichberechtigt sein. Hierbei übersieht sie aber, das eben auch Männer ihre spezifischen Probleme haben und genau so von einem 185 muskelbepackten Arschloch angegriffen oder bedroht werden können. Ebenso wie sie von Frauen in die Ecke getrieben werden, weil ja genau diese Frauen unseren Schutz bedürfen und diesen dann auch mal, und auch mal öfter, ausnutzen und z. B. den zukünftigen Ex rauskicken aus der gemeinsamen Wohnung.

    Zum Duplovergleich, hier nur beispielhaft, weil alle anderen ihrer Beispiele genau so gaga sind. Wenn Anna das so sieht dass man für Duplodiebstahl härter bestraft wird im Vergl. zu Sexueller Nötigung, dann bin ich wirklich dafür auch bei sexueller Nötigung eine Form des Mundraubes einzuführen, nur damit das Beispiel halbwegs stimmt… Was sie sicherlich meint (Achtung Glaskugel), dass eben viele offensichtliche Vergewaltigungen von der Justiz eben nicht als solche anerkannt werden, weil das Opfer sich nicht ausreichend zur Wehr gesetzt oder seine nicht Einverständnis gezeigt hat, das ist jedoch eine ganz andere Diskussion…

    Das sie somit nicht einmal annähernd eine Ahnung hat, von dem was sie von sich gibt, rundet alles nur noch ab. Hätten ihre feministischen Sister sie davor gewarnt mit erwachsenen und denkenden Menschen zu diskutieren, weil sie da nicht überzeugen kann, dann hätten sie ihr einen Gefallen getan…

    Und warum sie sich nach all dem noch immer nicht als Rassistin fühlt ist unverständlich, denn dann forder ich jetzt alle Ausländer auf, etwas gegen Ausländergewalt und durch Ausländer verübte Straftaten zu unternehmen, damit ich wieder in Ruhe Duplo essen, äh UBahn fahren kann, ohne das Ausländer mich da fragen wir denn auch in Nanterre halten. Gut, die Frage ist ja weiter nicht schlimm, aber wenn ich an M&M denke, wie soll ich rausfinden ob gerade die Ausländer nicht… Aber gut das die liebe Anna nicht Gaga ist…

    • @Kay,

      eine Menge Mutmaßungen in deinem Kommentar. Kann so sein, kann auch nicht sein. Wer weiß? Wen kümmerts?

      Nur der Vergleich mit den Homosexuellen hinkt auf Häftigste.
      Wenn einer schwul ist, dringt er damit nicht in deinen persönlichen Raum ein.
      http://thisisnthappiness.com/post/88391531794/know-your-boundaries-proxemics

      Die Abneigung gegen Homosexualität ist also eher noch vergleichbar damit, wenn manche Probleme haben, dass du dir auf offener Straße in der Nase bohrst.

      Wenn frau aggressiv angebaggert wird hingegen ist das eher vergleichbar mit einem Drücker, der nachdrücklich versucht, dir ein Zeitungsabo aufzuschwatzen.

      In beiden Fällen wird ein erwachsener Mensch Wege finden, die Situation glimpflich zu lösen. Ein Kind wie Anna aber nicht. Die kauft das Abo, die lächelt den Grabbler an, weil sich nicht weiß, wie sie sich auf die Hinterbeine stellen soll.

      • Nun, natürlich kann es so sein, es kann auch anders sein, auch das oben geschriebene muss nicht so sein und kann anders ein…

        Doch Anna reproduziert ihre Wahrnehmung der Männer auf alle anderen Frauen. ALLE Frauen empfinden so wie ich und müssen so empfinden. Diese Wahrnehmung, die nicht mal mit einem aggressiven anbaggern einhergehen muss, wie das Beispiel Schrupp zeigt, wo eben vorher alles bis zum einvernehmlichen rumknutschen ging, wird dann verallgemeinert. Nur als der Freund dann verstört reagierte als sie aufhören wollte, war Schrupp erschreckt…Genau so wie eine Frau, die sagte, alle Frauen finden es ekelhaft wenn Männer sich küssen und somit passt der Vergleich der Ablehnung eines Verhaltens schon.

        Auch das alle Frauen diese Art der Anmache durch Männer mies finden, sie kommen schon selbst wenn sie was wollen. Sie schreibt selber:

        “Wenn eine Frau von sich aus Interesse an einem Kerl hat (warum auch immer), wird sie ihn vorher abchecken, bevor sie auf ihn zugeht. So kann sie ihr Risiko selber minimieren.”

        Das hat der Mann sicherlich auch gemacht ehe er losging, doch hier möchte sie selber die Rollen verschieben, dann ist es die Frau die zum Mann geht. Warum auch nicht, das ändert jedoch das Problem nicht, wenn man sich den Fall Türck ansieht, in dem eine Frau ihn nachher wegen Vergewaltigung angezeigt hat… Es ändert nur die Vorzeichen!

        Ausserdem hat sie die Anmache von Schwulen selber ins Spiel gebracht…

        PS:
        Gibt es eigendlich neuerdings einen Grund Kai mit Y zu schreiben? Habe heute auch zum zweiten mal falsch bedruckte Addressaufkleber erhalten…

      • “Gibt es eigendlich neuerdings einen Grund Kai mit Y zu schreiben?”

        Schlechtes Gedächtnis und Anglophilie.

        “ALLE Frauen empfinden so wie ich ”

        Ich vermute, das ist schon viel zu strukturell gedacht. Anna denkt m.E. nicht weiter als “Die Welt soll so sein, wie ich will” und kommt somit bei “Ergibt das Sinn, was ich will? Will das noch jemand anderes? Ist das durchführbar?” erst gar nicht an.

        Zum Beispiel: Sie will, dass sich statt ihrer Polizisten mit den großen, brutalen Kerlen auseinandersetzen.
        Wie es den Polizisten dabei geht, kommt ihr erst gar nicht in den Sinn.

        Andere Menschen haben zu sein und zu funktionieren, um ihr Recht auf … zu erfüllen.

        Deswegen kam ich in der Diskusison ja auch auf die Assoziation, dass sie wie eine 11-jährige argumentiert.

  7. Pingback: Ich werd immer trotziger. Geht das nur mir so? | Meinungen und Deinungen

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s