gemäßigt oder radikal, was soll’s denn sein?

Auf gender-universum erklärt JTK noch einmal, warum er es klasse findet, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Der Beitrag ist ganz gut durch einige darin vorkommende Wörter charakterisiert: “Depp”, “Scharlatan”, “Schund”, “ZwanghafteGemäßigte”, “Irrenhaus”, “Verblendungszustand”, “geisteskrank”, “hypochondrisch”, “Therapiestätte für Gemäßigte”.

Das erinnerte mich an einen Beitrag des großartigen John Finnemore, der in 2 Minuten eigentlich alles dazu sagt, was es zu sagen gibt.

Für die, die lieber lesen als hören, hier ein Transscript:

JF: I know, like the other day – my nephew got me to play tennis with him and I was awful

KATE: Oh no!

JF: Yeah, he wiped the floor with me. He’s only twelve

KATE: God, poor you

JF: I know. I mean, I was never brilliant at it, but I used to play every weekend, I was alright.

KATE: I suppose you’re just out of practice

RUDE MAN: Well yeah, and also you’ll have put on a lot of weight.

JF: What?

RUDE MAN: Uh, well, no offence but you are quite fat now. I assume you weren’t when you were playing tennis every week.

JF: Sorry, have we met?

RUDE MAN: No. Oh, sorry, yeah I should have said – I’m the sort of person that likes to speak my mind.

JF: Oh

RUDE MAN: Yes, that’s the thing about me, I’m afraid I don’t really hold with political correctness. I mean, when you think about it, why should I have to filter what I say because someone else might not like my opinions? No, I just call a spade a spade… Oh, Kate’s gone.

JF: Oh, well that’s very, um…refreshing, I suppose.

RUDE MAN: I think so, it’s more honest, isn’t it?

JF: Do you find people sometimes get offended?

RUDE MAN: Well, sometimes, yes, but the way I see it, I speak as I find and if people don’t like it, that’s their problem, really

JF: I agree, actually. You’re quite right

RUDE MAN: I’m glad to hear it. Because I’m that kind of a Marmite person actually, people either love me or hate me.

JF: Yeah, I bet they do. Well, um, if you’ll excuse me…

RUDE MAN: What?

JF: Well I need a wee.

RUDE MAN: Oh right, okay.

JF: Excuse me. (undoes zip) So, how do you come to know-

(splashing sound)

RUDE MAN: What- what are you doing?

JF: Hmm?

RUDE MAN: You said you were going to the loo

JF: No, I didn’t, I said I needed a wee. Oh, sorry, I should have said. I’m the sort of person that just wees on the floor.

RUDE MAN: That’s disgusting!

JF: Yeah, that’s the thing about me. I’m afraid I don’t really hold with going to the loo. I mean, when you think about it, why should I have to go off to a little room because someone might not like my urine? No, I just wee where I stand. It’s more honest, isn’t it?

RUDE MAN: But you’re splashing me!

JF: Yeah, well people do get splashed sometimes, but the way I see it, I urinate where I like, and if other people don’t like it that’s their problem, really.

RUDE MAN: You’re disgusting!

JF: Yeah, well I’m kinda like a Marmite-flavoured toothpaste person – people hate me.

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16 thoughts on “gemäßigt oder radikal, was soll’s denn sein?

  1. Cooles Teil.

    Und ja, diese Sammlung an Schimpfworten, Krankheitsbeschreibungen und Verblendungsvorwürfen finde ich auch nicht so super. Das ist schlichte Ranterei ohne Erkenntnisgewinn, also nur Rhetorik. Der Finnemore-Dialog bringt das Problem daran auf den Punkt. Man sollte es einfach vermeiden, anderer Leute Grenzen zu verletzen.

  2. Sagen wir es mal so: Wenn du diese Wörter aus dem Kontext reißt, scheinen sie tatsächlich etwas vulgär und über die Strenge geschlagen. Das ganze sieht im Artikel dann aber schon wieder etwas anders aus. Und ich denke auch machmal, daß ich an der einen oder anderen Stelle eine sachlichere Formulierung hätte benutzen können. Ich denke, daß ich trotzdem genug Inhalt zu bieten habe.

    Und zu guter Letzt: Die Wörter Scharlatan, Schund, Verblendungszustand und hypochondrisch sehe ich nicht als problematisch an. 🙂

    “Therapiestätte für Gemäßigte” ist eine doch recht offensichtlich humorvolle Wendung, um deren zum Teil doch sehr deutlich hervortretende Zwanghaftigkeit zu karikieren.

    • Jupp, das aus-dem-Kontext-reißen war nicht ganz lauter.
      Ich brauchte den rhetorischen Trick, um einen Kontext zu schaffen, der deutlich macht, weshalb ich Finnemore’s Beitrag für die Debatte rund um Pirinci für relevant halte.

      Was ich unterlassen habe zu betonen, ist der Umstand, dass ich durchaus die Notwendigkeit sehe, mitunter jemandem ans Bein zu pinkeln.

      Deswegen habe ich mich bisher auch aus dieser leidigen Fundi/Realo Debatte rausgehalten.

      Nichtsdestotrotz sollte man nicht ignorieren, dass es genau das – im übertragenen Sinne – ist, was Pirinci macht: Mitten in die Kneipe pissen. Mit allen Konsequenzen, die das hat.

      • Pirincci ist für mich aufgrund seines Stils inakzeptabel. Ob er das nun satirisch meint oder nicht, letztlich schreibt er stark herabwürdigend über Personen und seine Angriffe zielen auch auf Personen. Letztlich pflegt er bloß Ressentiments und macht diese salonfähig als Autor. Leute als “geisteskrank” zu bezeichnen, als “arschfickaffin” oder als “linksversifft”, das ist kein Debattenbeitrag, sondern bloß öffentliches Dissen von Personen, ein Austoben der eigenen Ablehnung.

        Ich sehe nun gar keinen Grund, Frau Tuider oder Herrn Voss zu verteidigen, inhaltlich. Aber ich finde es in jedem Falle falsch, auf diese Weise Personen anzugehen. Das gilt auch für eine gewisse umstrittene Bloggerin, die im neuen Artikel Thema ist. Solches Verbalgeholze geht nicht.

      • LoMi, die bist einfach sehr zivilisiert 🙂

        Während ich das einerseits schätze und sozusagen als Stimme der Vernunft in den Kommentarspalten sehr begrüße, habe ich selbst seit jeher weniger eherne moralische Richtlinien, die ich an andere anlege.

        Während ich dir zustimme, dass Pirinccis Stil keiner ist, mit dem man in einen Topf geworfen werden mag, finde ich es andererseits ganz interessant, dass die “Männerbewegung” jetzt auch einen eigenen Dworkin hat. Im Moment bin ich mehr neugierig als bange, was Pirincci als Verbalelefant im Genderladen lostreten wird. Wer weiß, vielleicht ist sein Stil ja genau der richtige, um irgendwelchen CSU Leuten in irgendwelchen bayrischen Bierzelten so weit den moralischen Rücken zu stärken, dass irgendwelche Gleichstellungsbemühungen mal ofiiziellen, parlamentarischen Gegenwind bekommen?
        Wer weiß?
        Ich weiß es nicht.

        Wir werden ihn jedenfalls nicht so schnell los, also ist m.E. wichtiger, weiter ein Gegengewicht zu bilden und schreiben, so dass Leute, die durch den Polterer auf das Thema aufmerksam werden, dann auch den vernünftigen, zivilisierten Teil kennenlernen können.

      • Gut, ich halte das nicht prinzipiell für verkehrt, dass man andere Zielgruppen auch mit einer anderen Sprache anspricht. Es ist vollkommen in Ordnung, das ganz unakademisch oder volkstümlich zu tun. Dennoch halte ich es für einen großen Fehler, das Ressentiment zur Politik zu machen. Es gibt auch bei direkter Sprache Grenzen. Ich fürchte ein Klima, in dem solche persönlichen Angriffe normal werden. Du weißt nie, wie diese Leute dann einst auf Dich losgehen, falls es zu einem Streit kommt. Du weißt auch nie, wer sich dadurch ermuntert fühlt, den “Geisteskranken” und “Arschfickaffinen” auch nonverbal zu zeigen, was er von ihnen hält. Wenn das mal der mainstream der Bewegung werden sollte, bin ich nicht mehr Teil davon. Für so etwas möchte ich mich nicht gegenüber anderen rechtfertigen müssen. Und ich möchte diesen Stil nicht am eigenen Leibe erleben müssen. Aber das ist hochwahrscheinlich, denn in jeder Bewegung gibt es Richtungsstreits. Dann kann man schnell selber zu den “Geisteskranken” zählen. Wo das endet, kann man bei den Piraten beobachten. Da hießen die “Geisteskranken” halt “Nazis”. Die Berliner Truppe war gewissermaßen Pirincci mit linkem Vorzeichen.

      • “Wenn das mal der mainstream der Bewegung werden sollte, bin ich nicht mehr Teil davon.”

        Mir reicht es schon, wenn so was wie die Antifa am Rand entsteht, dass ich damit nichts mehr zu tun haben mag.

      • @ me

        “Während ich dir zustimme, dass Pirinccis Stil keiner ist, mit dem man in einen Topf geworfen werden mag, finde ich es andererseits ganz interessant, dass die “Männerbewegung” jetzt auch einen eigenen Dworkin hat.”

        Akif Pirincci hat nichts mit der Männerrechtsbewegung zu tun, er ist kein Männerrechtler und an den linken und liberalen Flügel der Männerrechtsbewegung besteht auch keine Anschlussfähigkeit.

        Akif Pirincci ist ein rechtskonservativer Propagandist und seine mit dem Buch anvisierte Zielgruppe ist primär jenes rechtskonservative politische Lager, dass sich gerne im Internet versammelt, dort über die “Diktatur der Gutmenschen” jammert, sich in konservativem Opfernarzissmus suhlt und dabei z.T. anfällig für Verschwörungstheorien und aggressives Vokabular ist. Es handelt sich um das gleiche politische Lager, dass auch auf Leute wie Sarrazin oder Hartlage abfährt.
        Aspekte der Ideologie dieses politischen Lagers fasst Pirincci eben in eine teils besonders vulgäre Sprache, die aber an den aggressiven Sprachstil mancher dieser Leute im Netz anschlussfähig ist.

        Pirincci unterscheidet sich von Leuten wie Sarrazin vor allem dadurch, dass er erst gar nicht so tut, als ginge es darum mit Argumenten und Belegen zu überzeugen. Sarrazin hat sein neues Buch ja z.B. so konzipiert, dass er an mehreren Stellen Strohmann-Argumente seiner vermeintlichen Gegner entwirft, die er dann “widerlegt”. Pirincci hingegen versucht eher die “niedrigen Instinkte” anzusprechen, um mit seinem Buch einen kommerziellen Erfolg innerhalb der Gattung der konservativen Anti-PC-Literatur zu landen – in diesem Sinne ein Trittbrettfaher des konservativen Anti-PC-Diskurses.
        Er weiß, dass er damit rechnen kann, dass es trotzdem genügend Schwachköpfe gibt, die ihm bescheinigen werden, ganz toll “Klartext zu sprechen”.

        Natürlich gibt es in ideologischer Hinsicht Überschneidungen zwischen Pirinccis Ideologie und Teilen des konservativen Lagers der Männerrechtsbewegung, aber diese Überschneidungen laufen über das Merkmal “Konservatismus”, nicht über das Merkmal “Männerrechte”.
        Pirincci ist für die linke und liberale Männerbewegung wertlos, 1. weil Linke und Liberale nicht in einer konservativ geprägten Gesellschaft leben wollen, 2. weil die weltanschaulichen Grundlagen des linken und liberalen Maskulismus völlig verschieden von Pirinccis Ideologie sind, 3. weil seine (homophob geprägte) Feminismuskritik mit der Feminismuskritik des linken und liberalen Maskulismus nichts zu tun hat und für diese auch nicht förderlich ist, 4. weil Pirinccis Stil und seine Argumentationsarmut der Männerrechtsbewegung den Eingang in den Mainstream erheblich erschweren würde.

        Pirinccis Buch ist nur dazu geeignet, die bereits von dieser spezifischen konservativen Sichtweise Überzeugten zu überzeugen – für andere Personen wirkt es stilistisch zu abstoßend und inhaltlich zu schwach argumentiert und belegt – es ist wie gesagt ein Buch, abgestimmt auf die Mentalität einer ganz bestimmten Zielgruppe und ein Beitrag zu einer von dieser gelesenen Literaturgattung (konservativer Anti-PC-Diskus).
        Eine Kopie sowohl von Pirrinccis Buch “Deutschland von Sinnen” liegt mir übrigens vor, ebenfalls von Sarrazins aktuellem Buch, (Geld kriegen die beiden natürlich nicht von mir).

  3. Lomi

    Pirincci ist für mich aufgrund seines Stils inakzeptabel. Ob er das nun satirisch meint oder nicht, letztlich schreibt er stark herabwürdigend über Personen und seine Angriffe zielen auch auf Personen. Letztlich pflegt er bloß Ressentiments und macht diese salonfähig als Autor. Leute als “geisteskrank” zu bezeichnen, als “arschfickaffin” oder als “linksversifft”, das ist kein Debattenbeitrag, sondern bloß öffentliches Dissen von Personen, ein Austoben der eigenen Ablehnung.

    So, jetzt sage ich mal noch was dazu. Es ist ja jedem klar, daß Pirincci eine Singularität ist. Ich würde niemals empfehlen, daß unsereins nun so losprollen sollte. Aber was soll ich machen? Soll ich mich verstellen? Ich finde den Typen nun einmal kultig. Ich befürchte, daß Hoffmann oder Leszek auch Beavis und Butthead nicht lustig finden. Na ja, warum Hoffmann so tendenziös über dieses Thema schreibt, dürfte wohl klar sein. Dazu muß man nichts mehr sagen.

    Ich sehe nicht, daß Pirincci Ressentiments salonfähig macht. Zu einem gewissen Grad finde ich es sogar legitim, was er tut, auch wenn er diesen Grad eben auch überschreitet. Ich finde es blutarm und verklemmt, sich ausschließlich in einem “rationalen Diskurs” mit schwachsinnigen und hochgradig verlogenen Ideologen auseinanderzusetzen. Pirincci rundet die Sache gewissermaßen ab.

    Und er verwendet eben sehr wohl Argumente, sie sind halt nicht besonders akademisch ausgedrückt. Ich schreibe dazu etwas in meinem nächsten Artikel. Und das verzeihe ich eben der Spießer-Fraktion nicht – daß sie sich derartig dummstellt und ausschließlich auf die Ausfälligkeiten von Pirincci rekurriert. Das ist peinlich.

    Ich bin übrigens nicht der Meinung, daß die Männerbewegung einen Dworkin habe. Pirincci macht sein Ding, und ich sehe ihn überhaupt nicht als Teil unserer Sphäre. Hoffmann ist aber auch wirklich ziemlich, na ja, sagen wir verklemmt – authentisch fände ich ganz andere Begriffe als Bezeichnung für sein Verhalten. In einem Beitrag auf Genderama schrob er mal Folgendes:

    Interessanterweise begegnet mir diese Pirincci-Begeisterung bislang ausschließlich bei Männern, was einen unweigerlich dazu bringt, sich noch mehr Sorgen um seine Geschlechtsgenossen zu machen als ohnehin schon. Und vielleicht erklärt diese Dynamik auch die auffällige Zurückhaltung vieler Journalisten gegenüber der Männerrechtsbewegung, von der sie vermutlich ein ähnliches Niveau erwarten.

    Das kann man nur noch als bescheuert bezeichnen, und da möchte ich auch nicht drumherum reden. Hoffmann sollte sich wegen seiner Islam-Neurose endlich mal behandeln lassen.

    Jeder, der ein bißchen Verstand hat und dessen erstes Ziel es nicht ist, ein besonders guter Mensch zu sein, wird sich angesichts solcher Zeilen eben so seine Gedanken machen. Und das erhöht Hoffmanns Standing nicht gerade.

    • “Und das verzeihe ich eben der Spießer-Fraktion nicht – daß sie sich derartig dummstellt und ausschließlich auf die Ausfälligkeiten von Pirincci rekurriert. Das ist peinlich.”

      Da bin ich gerne Spießer. Bin schließlich in einem Alter, wo ich das sein darf 😉

      Um es klar zu sagen: Der Stil Pirinccis ist in meinen Augen derart unzivilisiert, dass seine Argumente nicht mehr zählen. Dass er wohl welche haben kann, spreche ich ihm gar nicht ab. Ich werde mich nur nicht auf eine Debatte mit jemandem einlassen, dessen Art und Weise für mich grundfalsch ist.

      “Aber was soll ich machen? Soll ich mich verstellen? Ich finde den Typen nun einmal kultig.”

      Du pflegst ja auch gerne eine etwas brachialere Rhetorik, insofern verwundert das nicht. Abgesehen davon bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass jeder Pirincci-Leser ein Rechtskonservativer und Krawallist ist. Menschen sind individuell und eigensinnig und daran wird auch Pirincci nichts ändern. Insofern beurteile ich halt jeden immer noch im Einzelfall und nicht anhand dessen, dass er dieses Buch gut findet.

      Gut, Ausnahme sind halt Leute, die nur noch Sarrazin, Pirincci und ähnliche Kaliber lesen. Da darf man dann wohl prognostizieren, dass die Debatte keinen Mehrwert eintragen wird.

      • @ LoMi

        “Abgesehen davon bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass jeder Pirincci-Leser ein Rechtskonservativer und Krawallist ist.”

        Falls das eine indirekte Bezugnahme auf meinen Beitrag darstellt:
        Natürlich ist nicht jeder Pirincci-Leser ein Rechtskonservativer, aber bei der Mehrheit seiner Fans dürfte es sich m.E. dennoch um Personen mit konservativen oder rechtskonservativen politischen Einstellungen handeln – und auf dieses Lager als Zielgruppe zielt er eben auch primär ab.

        Diese Einschätzung hat allerdings – damit nur ja kein Mißverständnis entsteht – nichts mit Kirk zu tun, der ist Grünen-Wähler, auch nicht mit Männerstreik, der in politischer Hinsicht auch nicht konservativ zu sein scheint (was ja auch keiner der anderen “fundamentalistischen Maskulisten” ist).
        Diesbezüglich sollte natürlich in der Tat keine falsche politische Zuordnung zum Konservatismus in Diskussionen eine Rolle spielen.

      • @Leszek

        “Falls das eine indirekte Bezugnahme auf meinen Beitrag darstellt:”

        Nein, das war kein Bezug zu Deinem post. Deine Einschätzung teile ich. Ich meine auch, dass Pirincci letztlich eine rechtskonservative Zielgruppe hat. Aber nicht haben muss, denn der Leser ist ja eigensinnig. Oder anders: Ich begegne seinen Lesern zunächst mit einer Art “Unschuldsvermutung” und ziehe nicht automatisch den Schluss, sie seien rechts. Aber das tust Du ja auch nicht.

    • Da man bei der Spießer- und Verblendeten-Fraktion der Männerbewegung davon ausgehen muß, daß sie meine obige, mehr als offensichtliche Argumentation nicht von alleine kapiert, führe ich sie hier noch mal aus.

      Das obige Zitat von Arne Hoffmann ist deshalb so inbrünstig schwachsinnig, da die drei Soziologen vom Grill lange existierten, bevor Pirincci auf die Bildfläche kam. Auch negative Artikel und Blog-Beiträge in den Medien gab es lange vor unserem Held der seriösen Meinungsfreiheit. Arne Hoffmann bewegt sich hier auf dem Feld eines Andreas Kemper bzw. dümmlicher Demagogie.

      Aber er muß eben wie ein Vollidiot Pirincci denunzieren.

      Arne Hoffmann hat hier wirklich ein Rad ab. Warum sollten Journalisten von Akteuren der Männerbewegung ein ähnliches Niveau wie von Pirincci erwarten? Arne Hoffmann kriegt dieses Niveau sicherlich nicht hin, da er sich bzgl. des Themas Islam zwanghaft dummstellt. Da ist Pirincci ihm meilenweit voraus. Das Niveau soll er erst mal schaffen.

      Und ja, es gibt auch Frauen, die Pirincci toll finden. Müßte der Herr einfach mal Rezensionen bei Amazon lesen oder auf Pirinccis Blog schauen.

      Wenn Hoffmann sich bei einem Thema dermaßen dummstellt, agitiert und ideologisiert, dann hat er seine Glaubwürdigkeit verspielt.

      Aber vermutlich haben die meisten eh von allein verstanden, wie schwachsinnig obiges Hoffmann-Zitat ist. Schließlich sind sie Akademiker und können selbständig denken.

  4. Ich denke, man sollte einen Spaten einen Spaten nennen können genau so wie man eine von Schizo-Lesben in die Welt gequeefte Quatschidiologie (G-Mainstreaming) eine von Schizo-Lesben in die Welt gequeefte Quatschidiologie nennen können sollte. Gleiches gilt für die invasive Blutsäufer-Sex-Psychosen-Dünen-Sekte (Islam) eines Kriegsverbrechers und Kinderfickers (Mohamad).
    Ganz einfach. Nichts weniger tut Pirincci und das auch noch auf humorvolle unterhaltsame Art und Weise.
    Sowohl in DVS als auch in seinen Romanen bricht häufig ein Maas an Emphatie und Menschlichkeit durch wie es relativisten wie Arne uns Leszek fremder nicht sein könnte.

    Man sehe sich diesen Beitrag Akifs zur steuerfinanzierten Betreuung “traumatisierter und desillusionierter” IS-Schlächter an:

    http://www.provinzgelebe.de/die-115-000-euro-kugel/

    Die Wortwahl ist sehr hart und krass, aber eine schwächere Wortwahl wäre den Zuständen nicht angemessen! Empört euch endlich, Gutmenschen!

    Zuletzt ein Zitat aus einer Amazon-Rezenssion:

    “Stellen Sie sich vor, sie sind in einer Kneipe.
    Ein gewitzter Kerl im Anzug und mit Manieren rastet plötzlich aus und schlägt auf den Dreckskerl ein, der in der Kneipe jeden nervt. Der Typ, der immer besoffen ist, aber anderen Vorschriften machen möchte wie viel sie trinken dürfen. Der jede Frau anbaggert, aber wehe man macht reißt einen schmutzigen Witz. Der Kerl der jeden belästigt und nervt…

    Akif ist der Herr im Anzug. Auch wenn er laut eigener Aussage nur einen Hauptschulabschluss hat und nie mehr als zwei Monate in seinem Leben einer geregelten Arbeit nachgegangen ist, weiß er sich stellenweise auszudrücken als sei der Kaiser noch in Berlin. Allerdings belässt er seine Kritik an dem Stänkerer nicht bei einer Ohrfeige. Er schlägt ihn wirklich zusammen, ja er tritt noch lustvoll auf den am Boden liegenden ein, während er wie ein Seemann flucht.”

    http://www.amazon.de/gp/aw/cr/rRFNECZ68KE70V

    • ” ja er tritt noch lustvoll auf den am Boden liegenden ein”
      Und allerspätestens da ists für mich vorbei.

      Umgangsformen sind nicht sinnlos. Und während es Situationen gibt, in denen ein Spaten genau so benannt werden sollte, gibt es Situationen, in denen eine Umformulierung angemessen ist.
      Das muss im Einzelfall unterschieden werden.

      Wem das zu mühevoll ist oder sonstige Gründe hat, andere in seinem Tun nicht zu beachten, der ist halt ein Arsch.

      • Natürlich bedarf es einer Abwägung in jedem Fall.

        Wenn ich mir aber bespielsweise die Vertreter von GM und IS betrachte und vor allem das Leid, mit dem sie ihre Mitmenschen überziehen, so bin ich der Meinung, dass auch nach reiflicher Überlegung und Differenzierung mit Fug und recht das Fazit “Schizo-Lesben” und “Blutsäufer” gezogen werden darf.

        Mich erstaunt immer wieder, dass in gewissen (meinungsbildenden) Kreisen unserer Gesellschaft jedmand der z.B. Kinder fickt mit mehr Verständnis/Goodwill etc. rechnen kann als jemand, der erstern -wahrheitsgemäss- als Kinderficker bezeichnet.

        In Bezug auf so geführte Diskurse von “versifft” zu sprechen, ob jetzt links-grün oder sonstwie, scheint mir ebenfalls gerechtfertigt.

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