Was das Web 2.0 antreibt

Der Selbermachsamstag von gestern, vor allem dieser Thread, erinnerte mich an einen Artikel, den ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Der Link ist längst verschollen, aber die Erinnerung an die Kernaussage ist frisch.
Der Autor stellte nämlich die Vermutung an, dass das Web 2.0 mit Blogs und Kommentarsträngen und Twitter und anderem Interaktionsmöglichkeiten in allererster Linie deswegen so erfolgreich ist, weil quasi alle Menschen einen ganz mächtigen Gedanken/eine alles überlagernde Einstellung haben:

“Warum haben die mich nicht gefragt? Ich hätte es besser gewusst.”

Früher war dieser Gedanke ein treibender Motor von Stammtischen. Heute treibt er das Web.
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Ich werd immer trotziger. Geht das nur mir so?

Im Rahmen der M&M Diskussion ging es am Rande auch darum, dass Frauen den Schutz von Männern einfordern unter der Berufung auf ein nicht näher geklärtes “Recht auf Unversehrtheit”, welches irgendwie beinhaltet, dass jeder Mann der Bodyguard beliebiger Frauen zu sein hat oder so.
Ich habe damals argumentiert, dass ich so ein Recht für Unsinn halte, dass ich keiner Frau schulde, mein Leib und Leben für ihr Wohl einzusetzen. Das Gegenargument ging in Richtung Unterlassene Hilfeleistung, was ich nicht widerlegen kann.

Aaaaber…

Im Rahmen der Diskussion um den Nagellack, der Daterapedrugs erkennt, meldet sich Antje Schrupp zu Wort mit:

Wenn euch das nicht gefällt, liebe Männer, dann müsst ihr eben eure Geschlechtsgenossen davon abhalten, Frauen KO-Tropfen in den Drink zu schütten. Denn erst, wenn es keine Vergewaltigungen mehr gibt, ist auch keiner von euch mehr verdächtig. Deal with that.

Deal with that? You want to know, how I’ll deal with that? FUCK YOU! That’s how I’ll deal with that.

Während ich mich an der kargen patriarchalischen Rendite ergötze, können Frauen meinetwegen ihre üppige feministische Rendite einstreichen. Aber was ihnen dann nebenbei passiert, dass will ich nicht wissen.
Mein Mitgefühl bekommt nur noch eine Frau, die entweder Familie, Freundin oder offen nicht-feministisch ist.

Ich frage mich, ob ich mit der Reaktion alleine dastehe.

Vermutlich nicht. Sollte mich nicht wundern, wenn #womenagainstfeminism genau aus dieser Richtung kommt: Frauen, die merken, dass Männer keinen Bock mehr haben, und die feststellen, dass das Leben ohne Männer echt härter ist als mit.
Eine ähnliche Vermutung stellt auch der Spearhead an.


Edit: Siehe auch Mein Senf und emannzer

Liste männlicher Privilegien

Diese Seite ist schon älter, ich bin grad über eine Verlinkung von Roslin erneut drüber gestolpert und komme dermaßen nicht aus dem Kopfschütteln heraus, dass ich etwaige Leser fragen möchte: Spinne ich nun vollständig oder ist dieser Autor nicht ganz dicht?

Die Liste männlicher Privilegien (mit meinen Fragezeichen dazwischen):

1. If you have a bad day or are in a bad mood, people aren’t going to blame it on your sex

Mit anderen Worten: Ich bin automatisch voll schuldfähig und habe ungebremste Konsequenzen zu tragen. Hier steht “Sie hat ihre Tage, morgen ist alles wieder gut.” gegen “Was für ein Arschloch, mit dem will ich nichts zu tun haben.”

2. You can be careless with your money and not have people blame it on your sex

Siehe 1. Für eine Frau: “Sie kann nichts dafür, hier sind alle möglichen Hilfsmaßnahmen.” Für einen Mann: “Looser. Sieh zu, wie du klar kommst.”

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