Mad Max ist jetzt auch weiblich

Naja, spielt 2. Geige hinter einer Fraux, dem Trailer nach zu urteilen.

http://trailers.apple.com/trailers/wb/madmaxfuryroad/

Wieso entlocken mir diese Dinge nur noch ein sehr müüüüüüdes Seufzen?
Yet another “Women are the true men” movie. OK. Yawn.


Update: Anscheinend hatte ich recht mit meiner Einschätzung.
http://www.returnofkings.com/63036/why-you-should-not-go-see-mad-max-feminist-road

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7 thoughts on “Mad Max ist jetzt auch weiblich

  1. Mir ist der Clip jetzt noch nicht soooo schlimm aufgestoßen. Blöd ist es aber schon, dass immer eine TOTAL STARKE Frau eingebaut werden muss.

    Bei einem unserer Treffen hat letztens jemand alle möglichen Remakes aufgezählt, in denen verkrampft Frauen als tlw. mächtiger als Mann eingebaut wurden. Es waren einige. Ich meine, es wurde sogar Sherlock Holmes genannt. Irgendwie machen die ALLES kaputt. Parteien, Familien, die Gesellschaft an sich, Literatur, die Medien und jetzt halt noch Filme.

    Habe ich irgendwann auch mal was drüber geschrieben, dass Feminismus alles kaputt macht.

  2. Naja, wenn man sich die IMDb Top 250 Filme ansieht:

    http://www.imdb.com/chart/top

    kommt, wenn ich die alle noch richtig in Erinnerung habe, erst auf Platz 24 ein Film bei dem eine Frau die Hauptrolle hat. Mich stört ein ansteigendes Maß an weiblichen Storyträgern nicht, aber wenn da nun immer unbedingt noch eine Frau dabei sein muss, weil isso, dann nervt das schon. Und wenn Frauen die Hauptrolle einnehme, kann auch ruhig darauf verzichtet werden, gut und böse anhand der Geschlechter aufzutrennen:

    • “Mich stört ein ansteigendes Maß an weiblichen Storyträgern nicht”

      Mich auch nicht.
      African Queen, Amelie, Abbitte, Bound, Brot und Tulpen, Bei Anruf Mord, Coraline, Drei Farben (Blau und Rot), Nikita, Ninotschka, The Queen, Rebecca, Secretary, Stolz und Vorurteil

      Alles gute Filme.

      u.a. weil die Frauen da alles Frauen sind. Und nicht, wie in dem Mad Max Trailer angedeutet, härter und schneller und brutaler und tougher als der männlichste Mann.

      Kill Bill oder 3 Engel für Charlie sind auf der Kante. So überzeichnet, dass sie funktionieren.

      Selbst der Judge Dredd mit Karl Urban bringt zwei gute, toughe Frauenfiguren auf den Plan, die nicht unglaubwürdig sind.

      Aber Black Widow in Avengers etc? Oder Colombiana? Puleeease.

  3. Ich sehe das generelle Problem mit den teils dümmlichst heroisierten Zeitgeist-Frauenfiguren, aber den Mad Max Trailer als Aufhänger verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Man sieht darin so gut wie gar keine charakter-fokussierte Shots, m.e. erst recht keine, die so ein Urteil zuließen. Therons Look ist auf martialisch getrimmt, gut, aber das sagt nichts und hast du sicher nicht gemeint. Wo siehst du das Problem? Ehrlich, ich hab den Trailer aus akuten cineastischen Orgasmusgründen bestimmt 10x am Stück geschaut und ich weiß wirklich nicht was du meinst 😦 Diskussion?

    • Ich kenne sehr wenig von dem Mad Max Zyklus, schon gar nicht die Namen.

      Deswegen kann ich unvorbelastet an den Trailer rangehen. Und der erzählt die Geschichte von einem Mann, der gefangen genommen wird, weil er seinen Arsch nicht in Bewegung kriegt und dann nicht gut genug fährt und den Rest des Films an einen Kühlergrill gekettet ist, bis er von einer toughen Frau, die anscheinend besser fährt als all die Bösen, rausgehauen wird.

      Da ein Trailer natürlich nur andeutet, ist vieles meiner Zusammenfassung Mutmaßung. Aber so wirkt der Trailer auf mich. Mad Max hat abgehalftert, ist Opfer und eine Frau, anscheinend assistiert von einer Gruppe von Mädchen, rettet den Tag. Am Ende darf er dann mit gequältem Blick auch noch ein wenig mitmischen…
      Die Hero-Shots im Trailer (vor dem blauen Himmel z.B.) sind alle von der Frau. Dass Max nach der Gefangennahme wie ein Penner hinter dem Auto herstolpert, erhöht den Kontrast noch.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass der Film nachher andere Schwerpunkte setzt. Der Trailer aber setzt diese: der Mann alleine bringt es nicht. Die Frau schon.

      • Ich will dir nicht die Legitimität deines Eindrucks abstreiten, das gleich vorweg. Wenn du den geschilderten Eindruck hattest, hattest du ihn. Ich denke (ohne das als Vorwurf zu meinen), dass du für das Thema so sensibilisiert bist, dass du in den Trailer zuviel hineinliest. Du gestehst ja selbst zu, dass das eigentlich Mutmaßung ist, was du schreibst, aber eben so auf dich wirkt.

        Objektiv sieht man nicht, dass Therons Charakter Max irgendwie rettet (kann nachher so sein oder auch nicht), es wird nur klar, dass er zwischendurch in der Scheiße steckt und später mit ihr zusammenarbeitet. Auch die Shots mit der Mädelsgruppe geben nicht wirklich was her. Man sieht ja z.b. auch, wie eine von ihnen mittels Hängestange kreischend vom Wagen gepickt wird (Damsel in Distress). Wenn überhaupt ist der Eindruck gemischt. Und ob insgesamt irgendetwas gerettet wird und wenn ja dann von wem, lässt der Trailer völlig offen.

        Deinen Eindruck kann ich trotzdem nachvollziehen, aber eher aus Gründen, die ich im allgemeinen feminisierten Mainstream der letzten Jahre sehe. Charaktere wie Black Widow oder Zaldana in Colombiana sollten eigentlich kein Problem sein – es ist Unterhaltung, Fiktion, im Falle von Avengers sogar per definitionem auf unrealistische Superhelden ausgelegt. Dass einem solche Frauenfiguren auf den Sack gehen können liegt für meine Begriffe am Alltag, aus dem wir ins Kino strömen und durch dessen Brille wir die Filme schauen. Dann ist Black Widow eben nur noch eine der zigmal gelesenen Varianten von “Frauen können alles mindestens gleichgut und sind eher die besseren, friedfertigeren, sozialeren, geschickteren, letztlich stärkeren, usw, Menschen. Im Alltag der meisten Menschen spiegelt sich diese allgegenwärtige Behauptung zwar überhaupt nicht wider, aber fresst es gefälligst trotzdem”. Auch Black Widow hängt mit ihren einfach behaupteten Fähigkeiten genau so im Raum, und wenn man sich von solchen Behauptungen schon im Alltag umzingelt fühlt, will man natürlich nicht auch noch im Kino damit penetriert werden.

        Der Punkt daran ist für mich: ohne die schief laufenden Debatten des realen Lebens wäre sie einfach ein weiblicher Superheld. Für mich spricht nichts dagegen, Frauen in Filmen unrealistisch darzustellen, mit Rollen zu spielen, usw, solange es in der realen Welt einen Konsens gibt, diese Darstellungen nicht mit der Wirklichkeit zu verwechseln. Dass das in Teilen genau geschieht ist das Problem.

      • Jupp, dem kann ich voll zustimmen.

        Ih hoffe nur, dass ich dir nun keinen Floh ins Ohr gesetzt habe, der deinen Genuss irgendwie schmälern könnte, wenn der Film ins Kino kommt 😉

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