Was will der Feminismus? Frage an die Leser.

Ich versuche derzeit rauszufinden, was der Feminismus eigentlich für Anliegen hat.

Das ist kein leichtes Unterfangen. Quasi alle Seiten, die ich auf der Suche nach einer Antwort aufgesucht habe, bleiben nebulös: “Die offensichtliche Unfairness unserer Gesellschaft” u.ä.

Der konkreteste “Missstand”, den ich finden konnte, ist die rein statistische Ungleichverteilung in den Geschlechtern der Wirtschaftsbosse.

Das war’s? Oder gibt es noch mehr Konkretes?

Manndat hat eine Liste von genau formulierten, strukturellen Benachteiligungen von Männern oder gar offen misandrischen Umständen in unserer Gesellschaft aufgestellt.

Gibt es das auch für den Feminismus? Kann mir jemand einen Link auf eine aktuelle feministische Seite geben, die sich nicht in “Ich fühl mich unterdrückt” erschöpft? Die Forderungen aufstellt, die auch überprüfbar irgendwann abgeschlossen sein können?

Ansonsten wird die Suche wohl weiter von Enttäuschung zu Enttäuschung gehen.

So wie heute mit dieser Seite, auf der alleine zwei Sätze recht klar machen, dass es sich wohl nicht lohnt weiterzulesen:

Alle Männer aller Gesellschaftsschichten profitieren wirtschaftlich, sexuell und psychologisch von der männlichen Überlegenheit und Solidarität.

Ich bin mir sicher, dass Obdachlose oder Jungs, die an der weiblichen Schule scheitern, rückhaltlos zustimmen und sich täglich an der männlichen Solidarität wärmen.

Und:

Gleichberechtigung ist nach wie vor ein brisantes Thema, sei es in der Familie, im Beruf, in der Politik, in den Medien. Frauenthemen haben praktisch kein Forum.

Daher also heute die Bitte an alle, die hier mitlesen: Gibt es einen feministischen Forderungskatalog?

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3 thoughts on “Was will der Feminismus? Frage an die Leser.

  1. “Frauenthemen haben praktisch kein Forum.”

    LOL, irgendwer hat es letztens schon formuliert: Selbst der Boys-Day ist eigentlich Mädchenpolitik über Jungen.

    So eine Übersicht, wo und wie Frauen unterdrückt und/oder diskriminiert werden, fände ich auch hilfreich. Das sollte dann aber schon mehr sein als ein bloßes Gefühl oder ein “das weiß doch jeder”.

    Mira hatte da mal ein Beispiel genannt: als sie eine Ausbildung als Tischlerin oder so machen wollte, die Firma sie aber nicht einstellen konnte, weil sie keine getrennten Duschen hatten und der Gesetzgeber das aber zur Bedingung gemacht hat. Weiß nicht mehr was Miras Vorschlag dazu war, aber sowas ist für micht mal ein konkretes Beispiel, wo es ein Nachteil ist eine Frau zu sein.

    • Das hat aber erst mal nichts mit Frau zu tun, da es dass umgekehrt ja auch geben kann,
      das ein Mann nicht eingestellt wird weil es keine getrennten Waschräume gibt.

      Das ist eher ein Problem mit kleinen Firmen die aus Kostengründen nicht alle gesetzlichen Vorschriften erfüllen können.
      Und einige dieser Vorschriften sind nunmal… Kopf–>Tisch

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