Politik mit Kopfschütteln

Anekdoten zufolge gab es in England zu der Zeit die meisten emsigen Rattenzüchter, als grad eine Rattenplage im Land herrschte. Warum? Weil der Staat, um der Plage Herr zu werden, eine “Schwanzprämie” ausgerufen hatte. Für 10 abgegebene Rattenschwänze gab es x Pennies.
Das war ein gutes Einkommen für arme Leute.

Wie komm ich drauf?

Genderama verlinkt grad auf diesen Artikel. In diesem steht:

Für die Unis könnten die Abschlussquoten noch zu wichtigen Indikatoren werden. Um Geld vom Bund zu bekommen, werden sie zunehmend am Output gemessen. Bei einem neuen Modell der Uni-Finanzierung könnte es nicht nur mehr Geld für einen höheren Anteil prüfungsaktiver Studenten geben, sondern auch für eine höhere Absolventenquote

Angenommen, ich wäre Uni-Präsident. Würde ich dann eine Politik fahren, nach der die Uni vermehrt schwere aber nützliche Fächer wie MINT anbietet, in denen inkompetente Studenten keinen Abschluss bekommen? Oder würde ich mich mehr auf Fächer konzentrieren, in denen man Scheine dafür kriegt, sich die Achseln zu rasieren?

Eben.

Und das ist ja nicht nur in Österreich so.
Das deutsche Professorinnenprogramm schlägt in die gleiche Kerbe.
Die wirklich gefährlichen Folgen solchen Vorgehens zeigt dieser Artikel, in dem Schweden vor die Hunde gehr.

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3 thoughts on “Politik mit Kopfschütteln

  1. “Für die Unis könnten die Abschlussquoten noch zu wichtigen Indikatoren werden”

    Hier ist eine Korrektur notwendig. Es muss statt “könnten…werden” heißen “sind”. Absolventenzahlen sind längst zentraler Parameter für die Finanzierung von Universitäten. Und das hat in der Tat Nebenwirkungen, weil die Unis bzw. die einzelnen Fächer nicht mehr souverän ihre Leistungskriterien bestimmen können. Sie müssen gleichermaßen über die finanziellen Auswirkungen ihrer Noten nachdenken. Das korrumpiert.

    • “Das korrumpiert.”

      Und alle Politiker, die diese Änderungen in Gang gesetzt haben würden das weeeeiiiiiiit von sich weisen, dass das vorhersehbar gewesen wäre.

      • Das befürchte ich auch. Dabei liegt das erstens auf der Hand und zweitens gibt es bestimmt mindestens seit zehn Jahren tonnenweise kritische Aufsätze dazu.

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