Ich werd immer trotziger. Geht das nur mir so?

Im Rahmen der M&M Diskussion ging es am Rande auch darum, dass Frauen den Schutz von Männern einfordern unter der Berufung auf ein nicht näher geklärtes “Recht auf Unversehrtheit”, welches irgendwie beinhaltet, dass jeder Mann der Bodyguard beliebiger Frauen zu sein hat oder so.
Ich habe damals argumentiert, dass ich so ein Recht für Unsinn halte, dass ich keiner Frau schulde, mein Leib und Leben für ihr Wohl einzusetzen. Das Gegenargument ging in Richtung Unterlassene Hilfeleistung, was ich nicht widerlegen kann.

Aaaaber…

Im Rahmen der Diskussion um den Nagellack, der Daterapedrugs erkennt, meldet sich Antje Schrupp zu Wort mit:

Wenn euch das nicht gefällt, liebe Männer, dann müsst ihr eben eure Geschlechtsgenossen davon abhalten, Frauen KO-Tropfen in den Drink zu schütten. Denn erst, wenn es keine Vergewaltigungen mehr gibt, ist auch keiner von euch mehr verdächtig. Deal with that.

Deal with that? You want to know, how I’ll deal with that? FUCK YOU! That’s how I’ll deal with that.

Während ich mich an der kargen patriarchalischen Rendite ergötze, können Frauen meinetwegen ihre üppige feministische Rendite einstreichen. Aber was ihnen dann nebenbei passiert, dass will ich nicht wissen.
Mein Mitgefühl bekommt nur noch eine Frau, die entweder Familie, Freundin oder offen nicht-feministisch ist.

Ich frage mich, ob ich mit der Reaktion alleine dastehe.

Vermutlich nicht. Sollte mich nicht wundern, wenn #womenagainstfeminism genau aus dieser Richtung kommt: Frauen, die merken, dass Männer keinen Bock mehr haben, und die feststellen, dass das Leben ohne Männer echt härter ist als mit.
Eine ähnliche Vermutung stellt auch der Spearhead an.


Edit: Siehe auch Mein Senf und emannzer

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33 thoughts on “Ich werd immer trotziger. Geht das nur mir so?

  1. Pingback: Keine Unschuldsvermutung für Männer | Mein Senf

  2. Nein, Du stehst nicht allein da.

    Ich finde solche Aktionen der Femis allerdings auch wieder gut. So kann bald keiner mehr sagen er wüsste nicht was Feministinnen wollen. Sie sollen ihren Männerhass ruhig offen ausleben. Bessere Werbung für den Feminismus können die Damen nicht machen! 🙂

    • Ohne das gäbe es ja sehr wahrscheinlich wie gesagt kein #womenagainstfeminism.

      Das ist halt das, was ich mich frage: Wird sich der Spieß umdrehen und Männer die Unschuldsvermutung für Frauen aufheben? Werden (junge) Frauen immer mehr damit zu tun haben, dass Männer sie in Sippenhaft nehmen mit all den feministischen Kräften, die Jungs von kleinster Jugend in die Klöten treten?

      • Das frage ich mich auch. Allerdings frage ich mich wie weit es mit den Männern getrieben werden kann. Allein der Wahlrechtsentzug für Männer bei Gleichstellungsbeauftragtenwahlen bringt die wenigsten zum Nachdenken, so scheint mir. Da frage ich mich schon lange, warum lassen Männer sich das gefallen und wählen immer wieder ihre Entrechter. Immer wieder neu und neu. Was soll das, was ist mit den Leuten nur los?

        Wollen Männer keine Rechte? Und warum sollten Femis in ihrem Tun nachlassen? Bisher klappt es doch gut für die Femis. Warum also sollten die ihr erfolgreiches Handeln ändern? Da haben die doch keinen Grund für, denn Gerchtigkeit juckt die doch nun wirklich nicht …

      • @ddbz: Das liegt daran, dass es den meisten unwichtig erscheint und die Kosten, die Gleichstellungsbeauftragte verursachen, den Ärger nicht aufwiegen, den man hätte, wenn man sich mit ihnen anlegen würde. Also haben die ihren Spaß und ich meine Ruhe.
        So ähnlich ist das auch bei der studentischen Selbstverwaltung. Da sind Wahlbeteiligungen von 5% ein Erfolg, weil es kaum einen Studenten interessiert, was der Asta veranstaltet. Demensprechend können die machen was sie wollen (Sozialismus predigen, Queer-Parties schmeissen, Sexismus anprangern, Geld veruntreuen etc.), solange der Zuschlag auf den Semesterbeitrag in einem vernünftigen Rahmen bleibt. Ich hab das immer als Studienkosten abgeschrieben. Jemand, der ernsthaft studieren will, hat eh wenig Zeit und Lust, sich um diesen Kram zu kümmern.

  3. Wenn euch das nicht gefällt, liebe Frauen, daß wir Euch alle nicht mehr ernstnehmen, dann müsst ihr eben Geschlechtsgenossinnen wie Antje Schrupp davon abhalten, solch bizarren Blödsinn zu schreiben.. Denn erst, wenn keine Frau mehr solchen Unfug absondert, können wir Euch wieder respektieren. Deal with that.

  4. Pingback: Nagellack+Longdrings = K.O.-Feminismus | emannzer

  5. Zum Thema: Den englischen Teil unterschreibe ich sofort und gerne.

    Zu “was wird passieren”: Normalerweise resultiert populär-ignorierter politischer Extremismus in (linken oder rechten) totalitären Regimes. Momentan würde ich von linkstotalitär ausgehen, insofern stellen wir uns lieber mal auf “Sicherheitsanstalten” (Khmer-Kambodscha, entsprechend sowjetrussischen Gulags oder nazideutschen Konzentrationslagern) ein. “Vernunft” ist nur was für Minderheiten. Und sexistisch.

    Nachdem ddbz eine spannende Frage gestellt hat (“warum lassen Männer sich das gefallen und wählen immer wieder ihre Entrechter”) – das tun sie nicht. Bei der letzten Europawahl waren in D nichtmal die Hälfte aller Wahlberechtigten wählen. Allein 180.000 von denen, die wählen gegangen sind, haben das nur gemacht, um die PARTEI zu wählen – ich nehme mal an, (so wie ich,) um den EU-Clowns durch einen guten Clown zeigen zu lassen, dass sie nur Clowns sind. Eine ordentliche “Fuck EU”-Partei macht ja locker die meisten Stimmen (UKIP), die haben wir nur nicht. Außerdem können wir Deutschen ja uns nicht gegen das Regime auflehnen, weil das Betreten des Rasens vor dem Reichstag verboten ist (Stalin, glaube ich). Mein Gott, es regt sich nichtmal jemand drüber auf, dass es tatsächlich ein Gesetz gibt, dass Demonstrationen auch abseits des Rasens vor dem Reichstag verbietet. Ich hab da also keine Hoffnungen – außer, dass ich das nicht miterlebe, aber das ist eine illusorische Hoffnung. Dementsprechend ergibt sich meine Opferbereitschaft für dieses Land respektive “deutsche Treue” und analog für “deutsche Frauen”: Null – mit selbstverständlicher Ausnahme meiner eigenen.

    Vielleicht wandern wir ja in ein zivilisiertes Land aus, Türkei oder China oder so. Ich muss mal nach Syrien.

    (ich fand übrigens die “Ehe” im verlinkten, alten Post hervorragend; ebenso wie den implizit erwähnten Post, den nicht suchen mag).

    • @ jck5000

      “Nachdem ddbz eine spannende Frage gestellt hat (“warum lassen Männer sich das gefallen und wählen immer wieder ihre Entrechter”) – das tun sie nicht”

      Nicht? Hm … Dann dürften die Wahlbeteiligungen nur so 50% sein …

      Welcher Mann, der auf seine Rechte wert legte, könnte denn noch zB SPD wählen? Eine Partei mit Frauenquoten und die ihm eigentlich seine Menschlichkeit abspricht. Oder gar die Grünen …

      Würde eine Ausländerin, die vielleicht noch eine Farbige ist, mit einem Mann zusammensein der offen die NPD wählt? (Ganz abgesehen davon, was der Mann denn dann von seiner eigenen Frau hält!) Würde eine Frau einen Mann heiraten der offen für eine Partei eintritt die Frauenrechte beschneiden will?

      Warum wählen Frauen die mit Männern leben also Politiker die offen gegen Männer sind und warum lassen diese Männer sich das gefallen?

      Ich denke Männer haben offensichtlich noch zuviel Rechte! Sie legen auf diese Rechte ja keinen Wert!?

      • Ich halt schwer – in Anbetracht der Tatsache, dass alle Parteien immer irgendwen “entrechten”. Ich kann leider nicht “niemanden” wählen, also wähle ich das in meinen Augen geringere Übel.

        Die Wahlbeteiligung geht aber kontinuierlich zurück. Und das ist für die Politik ein Legitimationsproblem – wenn sie keiner wählen will, hat das ja auch eine Aussage.

        Zudem behaupte ich jetzt einfach mal, Männer sind in Bezug auf Gesetze ambivalenter, wohingegen Frauen das mehr als “In Stein gemeißelt” sehen. Da steht Tempo 80? Mir doch egal. Ich darf mir Musik nicht von meiner CD auf meinen iPod kopieren? Mir doch egal. Ich soll meiner Exfrau tausend Euro im Monat abgeben – für nichts? Genau….

        Ich will mich jetzt nicht entscheiden, ob das gut oder schlecht ist, aber rein von der Kriminalstatistik gibt es mehr Männer als Frauen, die sich nicht an Gesetze halten. Leider macht das BmF keine Statistiken zu Unterhaltszahlungen, aber ich denke, es gibt einen riesen großen Anteil von Männern, die das schlicht auch nicht machen. Wenn also insofern Männer schlicht nicht so viel Wert auf Gesetze legen, Frauen aber schon, erklärt das nur nochmal, warum Politiker Gesetze für Frauen machen – Gesetze für Männer werden weniger wertgeschätzt, und was anderes als Gesetze machen können Politiker nicht.

        Ich hab auch irgendwie das Gefühl, Männer brauchen so viele “Rechte” gar nicht. Und die, die sie brauchen, kann man ihnen eh nicht wegnehmen. Frauen hingegen wollen mehr und mehr Rechte, wissen dann aber nicht, was sie damit machen sollen, und fordern dann, weil ihnen nichts besseres einfällt, mehr Rechte. Da kommen dann Sachen bei rum, die eigentlich indiskutabel scheiße sind (ich sag mal Gewaltschutzgesetz oder der ganze Gleichstellungsmüll), aber da regt sich ja Widerstand. Das Problem ist, dass Männer in der Regel mehr zu verlieren haben als Frauen und daher “aktiver” Protest riskanter ist…

      • jck5000

        Du bestätigst mich soweit, daß Männer eben weniger Rechte haben wollen. Wenn Männer es so haben wollen, warum nicht? Dann haben sie nun offensichtlich wirklich zuviel Rechte. Solchen Leuten kann und wird(!) man weitere Rechte nehmen.

        Dann gibt es auch KEINEN Grund für Femis in ihrem Tun nachzulassen. Würde ich vielleicht auch nicht….

      • ddbz,

        richtig. Bis es den Männern zu blöd wird. Das geht sukzessive, und die Reaktionen sind auch – wie die Menschen – unterschiedlich.

  6. “Frauen, die merken, dass Männer keinen Bock mehr haben…”

    Wenn es nur das ist, finde ich das bedenklich. Würde das nicht bedeuten, das diese Frauen diese Einseitigkeit in Gesellschaft und Politk auch noch weitertreiben würden (noch stärkeren Fokus auf Frauen, noch mehr Frauenförderung, noch mehr Besserbehandlung vor dem Gesetz und mehr Frauenrechte), wenn die Männer nicht so langsam schlechte Laune kriegen würden. Also das sie eigentlich keine Ungerechtigkeit darin sehen.

  7. “Wenn es nur das ist, finde ich das bedenklich.”

    Ich hab halt ein zynisches Menschenbild. Nicht, dass Menschen böse sind. Eher, dass Menschen desinteressiert sind. Der normale Kopf kann so wenige der Probleme der Welt aufnehmen, dass die meisten sich auf die Probleme konzentrieren, die grad akut sind. Alles andere wird ausgeblendet.
    Also kriegt man die Ungerechtigkeiten, die einen nicht selbst betreffen, kaum mit. Und schraubt nur an denen, die einen selbst betreffen, selbst, wenn diese wesentlich kleiner sind als die anderer Menschen.
    Ob oder Warum das bei Frauen noch stärker ausgeprägt ist als bei Männern (“Mein Problem ist das Wichtigste!”), kann und mag ich nicht beurteilen. Dem Klischee nach ist es aber so.

    • Solipsismus ist ein recht menschliches, wenngleich recht asoziales Verhalten. “Weiblicher Solipsismus” kann daher zwar als Erklärung, aber niemals als Rechtfertigung für irgendwas dienen; solipsistischen Forderungen (oder auch nur Theorien) muss man daher entgegentreten, da sie immer nur dem (oder heute eher der) Solipsisten (-in) nützen.

      Insofern: Es ist nicht zynisch. Menschen sind nicht böse, nur weil sie an sich selbst denken. Menschen sind auch nicht generell desinteressiert; die meisten wissen, dass das wichtigste in ihrem Leben sie selbst (was sonst) und ihre Liebsten sind. Natürlich ist mein Problem wichtiger als Deins – für mich; für Dich ist das umgekehrt. Letztere Einsicht nennt man Empathie (auf unterster Ebene). Die fehlt Feministen, die “alles ich, Du nix” kommunizieren. Denen kann man nur “Fuck You” sagen. Und das ist adäquat; mehr machen die ja auch nicht. Wenn die dann finden, man wäre ein sexistisches Arschloch… mei… denen kann man halt nur “Fuck You” sagen. Etc. pp., ich warte auf die Ausnahme. Nicht bei Frauen. Bei Feministen. Fast alle Frauen, die ich kenne, verhalten sich anständig.

      Was aber viel wichtiger ist als der gesellschaftliche Diskurs ist die gesellschaftliche Realität: Frauen können heute ohne jegliches Problem unabhängig, selbstbewusst und beruflich erfolgreich sein. Sie haben dann – wie Männer auch – mit Neidern zu schaffen. Denen im jeweils entsprechenden Niveau zu kommunizieren, was sie sich mal können, beendet das. Für alle – außer Politiker. Ist nicht gut für die Publicity, eine Gruppe halbnackter Frauen vom SEK verprügeln zu lassen, weil… sind ja halbnackte Frauen. Natürlich hätten sie sich was anziehen können oder dem SEK keinen Grund geben können, sie zu verprügeln, aber das gerät ins Hintertreffen. Sind ja halbnackte Frauen.

  8. “Ich frage mich, ob ich mit der Reaktion alleine dastehe.”

    Keineswegs.

    Eine Sippenhaft lehne ich in jedem Falle ab, wenngleich ich ebenfalls an gelegentlich Rachegelüsten leide – heimlich versteht sich.

    Ganz anders sieht die Sache hingegen aus, wenn mir eine Frau hingegen einen konkreten Grund zum Mißtrauen gegeben hat, In diesen Fällen packe ich dann zügig die volle Bibliothek an dazu kongruenten Verdächtigungen aus. Und wehe die Frau zeigt dann mir gegenüber kein Verständnis. Dann ist das Gespräch sofort beendet und die Gute kann froh sein, wenn sie mich noch mal von hinten sieht.

  9. “Denn erst, wenn es keine Vergewaltigungen mehr gibt, ist auch keiner von euch mehr verdächtig.”

    Variationen:

    Erst wenn es keine Falschbeschuldigung oder keinen Kindesentzug mehr gibt, ist auch keine von Euch mehr verdächtig.

    Erst wenn es keinen islamistischen Terror mehr gibt, ist kein Moslem mehr verdächtig.

    Erst wenn es keinen jüdischen Kapitalisten mehr gibt, ist kein Jude mehr verdächtig.

    Erst wenn es keinen deutschen Nazi mehr gibt, ist kein Deutscher mehr verdächtig.

    Was lernen wir daraus? Wenn man gewisse Ersetzungen vornimmt, kann man hervorragend Antisemitismus oder Nazismus damit begründen. Schrupps Logik ist antizivilisatorisch. Sie scheint ja auch nicht wirklich zu reflektieren, welche Folgen ihre Haltung haben könnte. Wenigstens das müsste man schon tun. Auch müsste man noch einmal nachvollziehen, warum sich das Konstrukt der Unschuldsvermutung als wesentlicher Teil der Rechtsstaatlichkeit herausgebildet hat und welche Probleme das Fehlen der Unschuldsvermutung verursacht. Insofern würde ich sagen, ist ihr Standpunkt wenigstens demokratietheoretisch schwerst uninformiert und naiv. Solch einen Unsinn kann man nur blank zurückweisen als unüberlegte Spinnerei. Ich stufe das ähnlich ein wie die Forderungen nach der Todesstrafe, die gottlob in unserem Rechtssystem auch keinen Widerhall finden.

    • Schrupps Logik des Verdachts ist übrigens genau die selbe Denkweise, die hinter dem opulenten Ausbau von Überwachung steckt. Auch dort wird mit Vorbeugung und der stets existenten Möglichkeit der Täuschung argumentiert. Umgekehrt wird dann scheinberuhigt mit der Aussage, wer nichts zu verbergen habe, habe auch nichts zu befürchten. Dass aber der überwachende Eingriff eben schon eine Grenzverletzung ist, wird dabei ausgeblendet. Das praktizierte Misstrauen von Frauen gegenüber allen Männern ist ebenfalls eine Grenzverletzung. Nur Automaten nehmen das hin, fühlende Menschen empfinden dabei was. Wer das nicht mit abwägt, von dem kann man keinen Respekt erhoffen.

      • Zustimmung.
        Interessant ist ja, dass die Schrupp zwar Kooperation einfordert, aber selber keine leisten möchte.
        Männer sollen zweifach kooperieren: Sie sollen die Nöte von Frauen verstehen. Zweitens sollen sie diesen Nöten abhelfen, etwa andere Männer an der Vergewaltigung hindern (wie auch immer das gehen soll). Doch auf welcher Ebene sollen oder wollen Frauen kooperieren? Davon ist offenbar keine Rede. Im Gegenteil, Männer werden lächerlich gemacht, wenn sie den Generalverdacht als Problem für sich beschreiben. Ich kann aber nur dann die Leiden des Anderen verstehen und mitbedenken, wenn diese Person auch bereit ist, sich diesbezüglich auf mich einzulassen. Die Anerkennung solcher Nöte folgt doch eigentlich einer universellen Moral des Mitfühlens. Aber man kann dann nicht partiell nur mit einer Gruppe mitfühlen und die eigene Gruppe dabei außen vorlassen. Das ist widersinnig, scheints mir. Da kriegt die Moral irgendwie einen begrifflichen Knacks weg.

      • Schrupp will das Männer die Verantwortung für sich und für alle anderen Männer und Frauen übernehmen, so dass Frauen gar keine Verantwortung mehr tragen müssen. Und solange die Männer nicht dafür gesorgt haben, das Schrupps’ Traumland Realität ist, wird sie auch nicht einen Schritt entgegenkommen, nichts zugestehen, und weiterhin anklagend mit dem Finger auf alle Männer zeigen.

        Wie eine Prinzessin…

    • Ich halte es für ein wirksames Mittel, solche Sprüche tatsächlich sinngemäß übersetzt mit Ausländern / Schwarzen / Juden zu wiederholen, um zu zeigen, was da für eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit dahinter steckt. Das sollte auch denjenigen einleuchten, die nicht im Thema drin stecken. Beispiel gefällig?

      “Wenn euch das nicht gefällt, liebe Männer, dann müsst ihr eben eure Geschlechtsgenossen davon abhalten, Frauen KO-Tropfen in den Drink zu schütten. Denn erst, wenn es keine Vergewaltigungen mehr gibt, ist auch keiner von euch mehr verdächtig.”

      Wenn Euch das nicht gefällt, liebe Ausländer, dann müsst Ihr eben Eure Landsleute davon abhalten, Deutsche auszurauben / zu verprügeln / übers Ohr zu hauen. Denn erst, wenn es keine Raube / Prügeleien / Betrügereien mehr gibt, ist auch keiner von Euch mehr verdächtig.

      Solche Sprüche, wenn ernst gemeint, würde man doch ohne zu zögern als ausländerfeindlich und rechtsextrem identifizieren. Eine schöne geistige Übung sind solche Übersetzungen außerdem.

    • Wie wir von Nadine Lantzsch wissen, sind Unschuldsvermutung und Rechtsstaat ja auch nur die Erfindung von weißen Männern und einfach nur “Rotz”. Das passt also durchaus auf eine Linie. Insofern könnte man Unbeteiligte auch fragen: Was möchten Sie haben – entweder Feminismus oder Rechtsstaat?

  10. “Ich frage mich, ob ich mit der Reaktion alleine dastehe.”

    Geht mir auch so.

    Das ist Sippenhaft und Erbschuld. Und damit auch rassistisch.

    Das ist eigentlich Menschenrechts und auch GG-widrig. Zu recht, da mit diesem Mißbrauch kein ziviles Zusammensein mehr möglich ist und Menschen, die so etwas propagieren, das machen um daraus Profit zu schlagen. Es geht um Status, Macht und Money.

    Rassistische Opfer- und Sündenbockideologie. Die ganz alte Nummer.

    Diese Charaktäre waren im Dritten Reich Nazis, im Stalinismus die Parteigesinnungswächter etc.

    Ein solipsistisch-narzisstischer Bodensatz in jeder Gesellschaft.

    Das Überhandnehmen solcher Menschen in einer Kultur zeigt ihren Zerfall an. Ein Dekandenzphänomen.

  11. Pingback: Weltfremd? | AltaSack

  12. “Ich werd immer trotziger. Geht das nur mir so?”

    Nein, da bist Du einer von ganz vielen. Das ist der erste gute Punkt daran. Du bist nicht alleine. Der zweite ist, dass jeder etwas tun kann. Ob mit einem wohlformulierten Artikel, der andere inspiriert oder ihnen die Augen öffnet (z.B. Schoppe – immer wieder Schoppe), ob mit einer Sammlung von Argumenten, die bei einer späteren Diskussion hervorgeholt werden können (Meister darin: man in the middle), ob mit Gesprächen im Freundes- und Bekanntenkreis.

    Mit der richtigen Mischung aus Zorn/Unzufriedenheit und Wortgewandheit/Gehirnschmalz läßt sich sogar einiges bewegen. Und mit offenen Augen kann man erkennen, dass die von Dir angestellten Überlegungen an anderen Stellen ganz ähnlich hochkommen. Beispiele:

    MANNdat: Lebenssituation junger Männer

    In dem Artikel wird kurz und knapp beschrieben, was zu tun ist – und es geht um die jungen Männer.

    Zitat:
    Männer sollten Autoren ihres eigenen Lebensentwurfs sein können
    (…)
    “Wünschenswert wäre, wenn sich mehr Männer ihrer Gestaltungsspielräume auch im Verhalten gegenüber Frauen bewusst würden und sie erkennen, wie stark die sexuelle wie psychische und letztlich emotionale Abhängigkeit der Frauen von männlicher Zuneigung ist.”

    Oder, wie ich selbst schon schrieb, als es um die Frage ging, warum Männer so angefeindet werden, wenn sie ihren eigenen Weg gehen wollen (und stolz wie Bolle war, als das von Genderama zitiert wurde):

    “- Der drohende Verlust des nützlichen Packesels, der viele Lasten schultert, zeigt die Fehler im eigenen [feministischen] Weltbild auf. Wenn Männer insgesamt soviel leisten, können sie ja gar nicht so schlecht, böse und unterdrückend sein. Kurioserweise waren viele Männer durchaus glücklich in ihrer Rolle (und ein Packesel ist keineswegs negativ zu verstehen, der ist extrem wertvoll!); erst das ständige Fordern vom Aufbrechen von Rollen in Kombination mit dem negativen Umdeuten aller bisheriger männlicher Rollen hat dazu geführt, dass viele Männer “aufwachen” und sich fragen, warum sie so weitermachen sollen. Wenn jedoch Männer plötzlich ebenfalls neue Rollen für sich fordern und sich diese selbst überlegen, ist die feministische Party vorbei. Es muss also um jeden Preis verhindert werden, dass Männer eigenständig ihre neuen Rollen definieren.

    – Das Einbinden von Männern in eine Gesellschaft ist wichtig. Ein Mann kann stark sein und für sich alleine viel Geld/Ressourcen erwirtschaften. Ungebunden kann er mächtig und bedrohlich werden. Bisher gab es viele Rollen, die ein Großteil der Männer lieber übernommen hat als die des ewigen Junggesellen. Seitdem diese Rollen jedoch negativ konnotiert sind, ist die Motivation geringer geworden, sich gesellschaftlich zu binden. Männer, die ihren eigenen Weg gehen? Gefährlich! Wenn eine Gesellschaft einem Mann nichts mehr zu bieten hat, ist das ein Risiko, weil die Motivation für sozialen Frieden sehr gering ist.”

    Natürlich haben Männer Handlungsmöglichkeiten. Alle, die Männer für böse oder überflüssig erklären, schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn Männer wirklich einmal nicht mehr gratis Versorgung und Zuneigung liefern.

  13. Pingback: Nagellack, der “Vergewaltigungsdrogen” in Drinks anzeigt und die Rape Culture | Alles Evolution

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