There is only one thing in the world worse than being talked about…

Es ist nicht leicht, etwas Konkretes zu finden, was Frauen oder Mädchen bewegt, zu Feministinnen zu werden und über Männer im Allgemeinen oder gar das Patriarchat als solches zu klagen.
Meistens hört man abstrakten Firlefanz wie “Die meisten Politiker sind Männer”, aber keine Angabe, wieso das allein schon eine Unterdrückung darstelle.
Häufig wird auch das 100% subjektive “Ich fühle mich benachteiligt” genannt, wobei völlig unklar bleibt, ob die Betonung (und Wahrheit) auf “fühle” oder “benachteiligt” liegt.

Die konkreteste Beschwerde, also die Berichte, die am ehesten glaubhaft mit einem unschönen, realen Erlebnis verbunden sind, betrifft sexuelle Belästigung.

Ich habe kein Problem damit, mir vorzustellen, dass sexy Frauen von manchen Männern aufdringliche Aufmerksamkeiten bekommen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass diese Situationen die ganze Bandbreite zwischen nervig und beängstigend – je nach Verfassung der Betroffenen – abdeckt.

Der lösungsorientierte Mann in mir denkt natürlich gleich auf der Sachebene: “Ja, wenn dich das so stört, warum läufst du dann nicht weniger sexy durch die Gegend? Die Modeindustrie bietet durchaus Alternativen zu kurvenbetonten, bauchfreien Outfits…” Aber natürlich überzeugt das keine Frau. Der feministische Hamster spuckt ohne sich anzustrengen Variationen von “Ich will mich nicht ändern, die Welt soll sich ändern, bis sie mir gefällt.” aus.

Aber warum eigentlich ist das keine Lösung?

Ein Indiz ist dieses Bild:

“Ich bin unterdrückt, weil ich nicht sexuell belästigt werde.”

Es gibt etwas, was schlimmer ist, als sexuell belästigt zu werden…

Gestern habe ich einen (etwas älteren) Artikel gelesen, der wohl auch keine Frau überzeugt, aber ein recht ausgewogenes Licht wirft auf das Dilemma, in dem Frau sich in diesem Zusammenhang befindet. Er ist von einem PUA, der meines Erachtens hier mehr Einfühlungsvermögen für die weibliche Seite der Medaille zeigt, als ich von der Mädchenmannschaft in drei Lebzeiten erwarten würde. Beschrieben wird eine Situation nach einem langen Tag voller (teils böse) gescheiterter Pickup-Versuche.

The other night, after a long hard day of creep shamings and rejections, I sat down exhausted (…) in a McDonalds restaurant. A Spanish woman was sitting opposite me, and as I sat down at my table, she immediately looked over at me (…) and smiled eagerly. There was nothing particularly unattractive about her apart from the fact that the Mediterranean sun had taken a painfully heavy toll on her skin, and whatever her chronological age was, she had now clearly crossed the demarcation line seperating young women from hags(…). I was exhausted, and any good will to the opposite sex (…) had departed from my soul (…) When she smiled at me, I decided to give her the most withering look of contempt I could muster. (…)
However, I happened to look over at her again, and saw a human being utterly deflated, as though I had stuck a pin in her and all her will to live had escaped into the ether. Worse though, I could see tears clearly welling up in her eyes.
(…)
I’m not inhuman, and I felt bad for the rest of the night, and it nagged on my conscience for much of the next day, and even now. Should it? She would likely have enjoyed seeing me be anally raped to the end of my days in a prison cell if I had so much as given an admiring glance to her daughter
(…)
And then again, men suffer such withering looks from women constantly, as I had that day on a number of occasions, and yet we are expected to be able to take it on the chin brutishly without complaint or resentment.
(…)
I truly believe that the average woman would not be able to survive one day in the body of a man in the 21st century. If a woman can be reduced to tears by one unexpected look of disgust from the opposite sex, she would soon be consuming a bottle of sleeping pills if she had to endure the daily torment of casual sadism that it is a woman’s right to inflict upon men who have no sexual value to them.

Jede Frau hat die Möglichkeit, sich die Tarnkappe der sexuellen Unsichtbarkeit überzustülpen: kein Makeup, schlechtsitzende Klamotten, kein mädchenhaftes Posing. Willkommen in der Erfahrungswelt des Betanerds.
Es sagt m.E. einiges aus, dass das nicht mal in Erwägung gezogen wird.


Falls jemand die Überschrift nicht einordnen kann. Das ist ein Aphorismus von Oscar Wilde:

There is only one thing in the world worse than being talked about, and that is not being talked about

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6 thoughts on “There is only one thing in the world worse than being talked about…

  1. “Jede Frau hat die Möglichkeit, sich die Tarnkappe der sexuellen Unsichtbarkeit überzustülpen: kein Makeup”

    http://swaggerlifestyle.com/mens-humor/adult-entertainers-without-makeup/662/

    via stumbleupon

    Alleine das Makeup für die Augen macht schon sehr viel aus. Aber Frauen schminken sich ja nicht für die Männer (oder besser: nicht für alle Männer), sondern für sich selbst, weil…..?

    Das Problem ist wohl tatsächlich sowas wie

    “Ich will mich nicht ändern, die Welt soll sich ändern, bis sie mir gefällt.”

    Zu Befehl, Prinzessin.

    ^^

    • Genau, eine Frau, hat jederzeit die Option sich durch Schlabberlook und hässliche Frisur unattraktiv zu machen.
      Durch die Kleidung lässt sich die Reaktion von Männern ziemlich fein steuern.

      Schminken tun sich Frauen dagegen nicht für Männer sondern gegen andere Frauen.
      Ich habe noch keinen Mann erlebt, bei dem die Schminke den Ausschlag gegeben hätte, wie er auf eine Frau reagiert.

      • “Schminken tun sich Frauen dagegen nicht für Männer sondern gegen andere Frauen.”

        Mag sein, du hast da ja auch schon mal was drüber geschrieben. Ich kann dem jetzt nicht widersprchen. Aber die Frau, die die meisten Punkte bei Schminken erhält, hat dann was gewonnen/erreicht?

        “Ich habe noch keinen Mann erlebt, bei dem die Schminke den Ausschlag gegeben hätte, wie er auf eine Frau reagiert.”

        Ja, das reicht ja auch nur für einen optimalen ersten Eindruck.

  2. “Ich habe kein Problem damit, mir vorzustellen, dass sexy Frauen von manchen Männern aufdringliche Aufmerksamkeiten bekommen.”

    Meine Erfahrung ist übrigens, daß besonders gut aussehende Frauen besonders wenige Kontakte zu Männern haben. Von Männern höre ich dazu häufig die Aussage “Die sieht so super aus, da brauche ich Nase mich gar nicht anzustellen, die kann ganz andere Männer haben.”.

    Es geht bei der sexuellen Belästigung nicht nur ums Aussehen – da spielt deutlich mehr rein. Leider versteh ich die Sache selbst noch nicht.

    • ist doch ganz einfach, die wirklich hübschen werden werden wenig angesprochen und wenn dann von männern die sich sicher sind das sie gut aussehen.

      die weniger hübschen (also die brrrrrrrrrrrr) werden von nerts (also brrrrrrrr) angesprochen, die meinen es nicht mal böse aber die weniger hübschen (also die brrrrrrrrrrrr) wollen den prinzen und da greift der feninismus.

      er sorgt dafür das (also die brrrrrrrrrrrr) integriert werden 🙂

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