Wenn höhnisches Lachen eigentlich nur Galgenhumor ist; heute: die UN

Genderama verlinkt auf diesen Artikel:

Da steht zum Beispiel:

Bei der UN Weltbevölkerungskonferenz von Kairo im Jahr 1994 wurde in einem bemerkenswerten Konsens zwischen 179 UN-Mitgliedsstaaten festgeschrieben, dass jeder Mensch das Recht auf ein befriedigendes und selbstbestimmtes Sexualleben hat.

Was es mit diesem “Recht” für Männer auf sich hat, mach unter tausend anderen dieser Artikel deutlich.

Weiter finden wir:

So beleuchte die UN lieber die Rechte der Frau, als kulturell sensible Themen wie Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen und Pflichten für Männer anzugehen.

Keine weiteren Fragen, euer Ehren.

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5 thoughts on “Wenn höhnisches Lachen eigentlich nur Galgenhumor ist; heute: die UN

  1. Wenn man das im Zusammenhang mit der Rede von Emma Watson betrachtet, scheint das ein neuer Trend in der Mainstream- Geschlechterdebatte zu sein: Die Fokussierung alleine auf Frauenrechte sei zu eng, man müsse auch die Männerpflichten in den Blick nehmen.

    Es fällt schwer, da nicht sarkastisch zu werden.

    Gleiche Rechte für Männer oder gleiche Pflichten für Frauen interessieren da weiterhin niemanden.

  2. Ein ehemaliger Kommolitone von meinem Bruder hatte mal beruflich in Vietnam oder irgendwo dort zu tun. Die Männer dort versaufen teilsweise ihr gesamtes Gehalt und die Frauen müssen daher dann für die Familie arbeiten. Für Deutschland ist diese Aktion mal wieder total hirnverbrannt, aber ich vermute das Deutschland auch nicht im Fokus der UN liegt. Und das Verhalten der Männer dort erscheint zumindestens verbesserungswürdig. Ich kenn natürlich nicht die genauen Umstände in Vietnam und will auch nicht Männer in der Versorgerrolle sehen, aber sich einfach nur zu besaufen ist verantwortungslos.

    Das man Lesben, Schwule (keine Männer?), Bisexuelle und Transgender-Personen keine Pflichten auferlegend will, ist natürlich auch typisch. Als nur heterosexuelle Männer sollen in die Pflicht genommen werden. Denn hier werden ja Geschlecht und Sexualität vermischt.

  3. Interessant, dass es laut der UN ein Recht auf ein befriedigendes Sexualleben gibt. Halte ich für eine sehr gefährliche Formulierung, aber vielleicht lese ich da auch nur etwas hinein.

    • Ja, das hab ich auch mit Erstaunen gelesen. Jeder Mensch hat also das Recht auf ein befriedigendes und selbstbestimmtes Sexualleben. Nur was heißt das konkret?

      Dazu müsste man ja erst mal ein Sexualleben haben, das hat aber nicht jeder. Heißt das, dass man sich selbiges notfalls zukaufen darf, wenn nicht vorhanden? Sprich, ein UN-weites Sexarbeit-Erlaubnis- und Entkriminalisierungsgebot? Ein Recht würde ja evtl. sogar bedeuten, dass es auch kostenlos sein muss. Prostituierte im öffentlichen Dienst, besoldet nach TVöD, die ihre Dienste kostenfrei den Bürgern anbieten? Ich kann mir schwer vorstellen, dass das gemeint ist.

      BTW: Wieso hat das das frauenunterdrückende Patriarchat nicht schon längst eingeführt? Ach so, ich vergaß. Im Patriarchat hat ja jede Frau den Männern zu Diensten zu sein, nicht nur die Huren. Nur, wieso merk ich davon eigentlich nichts?

      Also bedeutet das Recht auf Befriedigung eine Rückeinführung der “ehelichen Pflichten”? Gibts die eigentlich noch?

      Meine Vermutung ist: Das ist wieder so ein Feminismus-Ding. In dieser Weltsicht heißt Selbstbestimmung, dass Frauen und Kinder nicht zu Sex gezwungen werden dürfen, den sie nicht mögen (m.E. absolut selbstverständlich). Männer werden das ja eh nie (ja nee, is klar). Und Befriedigung heißt in dieser Weltsicht, dass Frauen den konkreten Sex auch schön finden sollen. Sprich, der Mann hat sich gefälligst um ihren Orgasmus zu kümmern. Umgekehrt gilt das allerdings nicht, denn das würde ja die Selbstbestimmung der Frau einschränken.

      Merkt da irgendwer, dass sich Recht auf Befriedigung und Selbstbestimmung eigentlich widersprechen? Ok, im oben beschriebenen feministischen Sinne natürlich nicht. Passt auch wieder zum Thema: Die Rechte den Frauen, die Pflichten den Männern.

      • In der Diskussion nach dem M&M Vergleich wurde auch das Recht auf Unversehrtheit postuliert. Mit der gleichen Reaktion auf meiner Seite: “Wie stellst du dir das vor?”

        Als nächstes kommt das Recht auf sonntags Sonnenschein.

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