Männer müssen ihre Frauen versorgen. Bis sie sich trennen? Oder für immer?

In England gibt es einen Fall

Worum geht’s?

Zwei junge Hippies heiraten 1981. Sie hat bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung. Beide haben kein Geld und leben von Sozialhilfe das freie und unabhängige Hippieleben. Sie bekommen noch ein Kind.
1992 kommt die Scheidung, Er lebt in einem alten Krankenwagen, Sie hat auch kein Geld.
1995 gründet Er eine Öko-Energie-Firma. Ab 1997 wird die Firma erfolgreich. 2012 ist sie £57 Mio wert, heute wird sie auf £107 Mio geschätzt.
1993 findet Sie einen neuen Partner, hat mit dem noch zwei Kinder, aber der ernährt die Familie auch nicht.

Jetzt verklagt Sie Ihn, weil sie findet, sie hat ein Anrecht auf £100.000 pro Jahr seit der Scheidung, also insgesamt ~£2 Mio.


Ich bin mir relativ sicher, dass auch vernünftige Frauen den Impuls haben: “Ja, natürlich, da hat sie ein Anrecht drauf.”

Und da hätten wir die Wurzel von Feminismus: Frauen haben ein Recht darauf, vom Mann versorgt zu werden, egal welche Randbedingungen. Das ist wohl ganz tief in der Natur der Frau angelegt. Deswegen gibt es auch keinen weiblichen Widerstand gegen feministische Auswüchse, denn diese Basis, die wird ja immer bedient, egal ob “Herr Professorin” oder Rape Culture (i.e. Alle Männer sind verpflichtet, sich ein Bein auszureißen, um alle Frauen zu beschützen, sonst sind sie Teil des Bösen).


Die vorsitzende Richterin im Supreme Court, wo der Fall verhandelt wird, ist Lady Hale, die u.a. das Vorwort zum Buch “Feminist Judgements: From Theory to Practice” geschrieben hat.

Und in einem halben Jahr kommt dann im Feullieton des Guardian der nächste, völlig ratlose Artikel zu der Frage, warum keiner mehr heiraten will.

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8 thoughts on “Männer müssen ihre Frauen versorgen. Bis sie sich trennen? Oder für immer?

  1. Da sie ein gemeinsames Kind haben, ist er prinzipiell unterhaltspflichtig. Das muss man fairerweise zugestehen. Es wäre interessant zu wissen, wie alt das Kind war, als seine Firma erfolgreich wurde. Auch die Frage, ob er nachträglich Unterhalt leisten muss für die Zeiten, in denen er es nicht konnte, würde ich nicht einfach so vom Tisch wischen. Die rechtliche Lage kenne ich nicht gut genug, und moralisch bin ich mir auch nicht sicher.
    Allerdings umfasst der Unterhalt niemals 2 Million GBP. Die Frau will hier offensichtlich vom Erfolg ihres Ex-Mannes profitieren.

    • Ich hatte das mit dem Kind extra nicht kommentiert, weil das der einzige Punkt ist, in dem er vielleicht in der Pflicht ist.

      Die rechtliche Lage interessiert mich hier nicht; Recht hat ja wenig mit Moral oder Grundeinstellung zu tun.

      Die moralischen Fragen sind also:
      Schuldet der Mann der Frau etwas?
      Schuldet der Mann dem Kind etwas?
      Schuldet der Mann der Frau etwas dafür, dass sie das Kind aufgezogen hat?
      Wenn ja, in welchem finanziellen Rahmen?
      Im Rahmen, der zum Zeitpunkt der Trennung galt?
      Spielt es dabei eine Rolle, wie es dazu kam, dass das Kind (anscheinend ausschließlich) bei der Mutter blieb und nicht beim Vater?
      Wieso ist das Kind nicht zum Vater gezogen, als es dem finanziell besser ging als zur Trennungzeit?

      Das sind alles so Fragen, deren Antwort davon abhängt, ob und wie weit man den Mann als Mensch oder als Brieftasche sieht.

      Im Artikel ist hauptsächlich die Rede davon, dass der Frau das Geld zustünde (oder nicht), vom Sohn ist keine Rede.

      Wenn wir davon ausgehen, dass das Kind am Anfang der Ehe zur Welt kam, ist der Sohn jetzt 20. Wieso verklagt der den Vater nicht, sondern die Mutter?

      • “Schuldet der Mann der Frau etwas dafür, dass sie das Kind aufgezogen hat?”
        Ich denke ja.

        “Wenn ja, in welchem finanziellen Rahmen?
        Im Rahmen, der zum Zeitpunkt der Trennung galt?”
        Nein, finde ich nicht. Wenn ein Partner zum Zeitpunkt der Trennung kein Einkommen oder Vermögen hat, kann er keinen Unterhalt leisten. Sobald sich das ändert, fällt dieser Grund weg. Damit hängt die höhe des Unterhalts bereits hier vom Einkommen des Partners ab.
        In jedem Fall muss die Höhe in einem verhältnismäßigen Rahmen bleiben, der – wie gesagt – deutlich unter 2 Mio. liegt.

        “Spielt es dabei eine Rolle, wie es dazu kam, dass das Kind (anscheinend ausschließlich) bei der Mutter blieb und nicht beim Vater?”
        Inwiefern sollte es das?

        “Wieso verklagt der den Vater nicht, sondern die Mutter?”
        Die Mutter war über 18 Jahre für die Betreuung des Kindes verantwortlich. Soweit ich weiss, hat der Vater in dieser Zeit keinen Unterhalt geleistet, obwohl er inzwischen vermögend geworden war. Daher sollte er sich nachträglich an der Versorgung seines Kindes beteiligen.

      • “Inwiefern sollte es das?”

        Für die Fälle, in denen sich der Vater die Betreuung des Kindes übernehmen wollte oder wesentlich daran Teil haben wollte, die Mutter das aber verhindert hat, kann man meines Erachtens sinnvoll darüber reden, dass die Mutter auch sämtliche Ansprüche an den Vater aufgibt.

        “Das Kind soll keinen Vater haben, aber vom Vater ernährt werden” funktioniert meines Erachtens moralisch nicht.

        Interessant wäre zu erfahren, warum die CSA der Meinung ist, dass dem Vater gegenüber keine Ansprüche geltend zu machen sind. (Christians Link)

        Normalerweise erheben die Ansprüche, solange der Vater noch ein Unterhemd hat, das er verpfänden könnte.

  2. Unabhängig davon wie die Beziehung in die Hose ging erwarten einige Frauen für die Beziehung für den Mann entschädigt zu werden und danach besser dar zu stehen wie zuvor. Und so hegen Männer wohl eher die Hoffnung glimpflich davon zu kommen.

  3. via Genderama:

    Can you make a male baby sitter pay child support?

    I’m a single mom going to college with my sister. We currently rent an apartment together. A couple weeks ago, I asked my neighbor, a trustworthy guy, if he could watch the kids for two hours while I went to class and my sister wasn’t home, and he agreed. If he babysits and doesn’t accept pay, can I sue him for child support because he took on a fatherly role?? I’m sure I can convince a court that he accepted a fatherly role.

    https://answers.yahoo.com/question/index?qid=20101003210001AAeIBj3

    Hey, er ist doch ein Mann… da muss doch irgendwie Geld abzugreifen sein.

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