Wie man Gender verteidigen kann. Oder auch nicht.

Danisch verlinkt auf eine Art Verteidigung der Genderlehre durch zwei Gender-Lehrkräfte.

Der Text is so ungebremst unsachlich und propagandistisch, dass ich mich gefragt habe, wie viel Aufwand es wohl wäre, ihn sachlicher zu formulieren.

Hier mein Vorschlag für den Anfang, meine Alternativvorschläge in rot.


Seit es Kritik an der Idee von der Natürlichkeit der Geschlechterordnung gibt, wird diese Kritik auch diffamiert gibt es zu dieser Kritik Gegenargumente. Schon 1902 griff die Berlinerin Hedwig Dohm (…) die antifeministischen Polemiken der Meinungsmacher ihrer Zeit auf spöttisch-humorvolle Weise auf. Deren Furcht vor dem weiblichen Geschlecht Einschätzung, was Feminismus für Konsequenzen für die Gesellschaft haben würde entlarvte sie stellte sie dar als dümmliche Verteidigung von Machtansprüchen.

(…)

Seit Monaten drucken Feuilletons der bürgerlichen Presse offen misogyne, sexistische und auch homophobe feminismuskritische Positionen. Besonders aber werden die Gender Studies diskreditiert angegriffen: als „Exzess“, als „Ideologie“ oder als „Anti- bzw. Pseudowissenschaften“, die (natur-)wissenschaftliche Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen und uns (?) allen ihre krude, realitätsfremde Ideologie aufzwingen wollen.

Auch in den Weiten der sozialen Medien manifestiert sich auf oft wenig zivilisierte Weise die Empörung über die angebliche Gehirnwäsche durch Gender, die vermeintliche – so wird behauptet – Verschwendung aberwitziger Summen mindestens dreistelliger Millionenbeträge (pro Jahr) öffentlicher (Steuer-)Gelder für Gender Studies und über den Untergang von Bildung, Kultur und Abendland durch Gender. Unverhohlen wird geschmäht, diffamiert und sogar vereinzelt mit Gewalt gedroht, sowie mit rationalen Argumenten aufgefahren. Die Angriffe zielen darauf, Wissenschaftler/innen Inhaber von Genderlehrstühlen zu beschädigen und das interdisziplinäre Feld der Geschlechterforschung als ‚unwissenschaftlich‘ zu denunzieren. in seiner (behaupteten) Unwissenschaftlichkeit bloßzustellen.


An dieser Stelle habe ich erschöpft abgebrochen. Nicht ein einziger Satz, der sachlich, rational argumentiert. Nur Schmähsprache.

Was sind das für Leute, die so ein Artikel überzeugt?

Normale Leute. Leider.

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