Fake Nerd Girls

Mädchen und Frauen, die sich in eine Szene quengeln, weil diese grad angesagt scheint, obwohl das Thema selbst den weiblichen Wesen komplett am Eimer vorbei geht, ist zumindest auf Tumblr ein viel gezerrtes Thema zwischen Normalos und SJWs.

Von SJWs kommen dann Argumente wie: “Du hast auch nicht alle 900 Batman Hefte gelesen, also hör auf, auf Mädchen rumzuhacken, die weniger gelesen haben als Du”
Klingt ja erst mal überzeugend, oder? Auch wenn das Mädchen nur von einem das Cover gesehen hat…

Ein Bekannter erzählte gestern, seine Tochter (12) sei Dortmund Fan und kauft gerne Schals, Tassen und sonstige Utensilien. “Aber ein Spiel im Fernsehen anschauen? Das ist doch VOLL langweilig! Die laufen da stundenlang nur hin und her, ööööde!!”

Gibt es irgendein Thema, bei dem SJW nicht daran scheitern, den größten Teil der relevanten wahrnehmbaren Umgebung auf die Reihe zu kriegen?

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9 thoughts on “Fake Nerd Girls

  1. Dazuzugehören, ohne wirklich Dazuzugehören, scheint eine Ursache der sich ständig über mangelnde Integration beschwerenden Feministen und Gutmenschen zu sein. Ich habe zwar keine konkreten Daten, glaube aber nicht, dass viele dieser Menschen eine über die übliche Zeitspanne eines Lebenszyklus eines Modestrends hinausgehende Begeisterung für Videospiele, Metal, Gothic, Sci-Fi oder worüber auch immer sie sich gerade beschweren, haben.

    Ehrlich gesagt glaube ich, dass es sich um Menschen handelt, die Lifestyles als Modetrends behandeln, und in diese genauso ein- und aussteigen wollen.

  2. Was soll der Artikel denn besagen? Frauen und Mädchen interessieren sich nicht für “nerdigen” Kram? Frauen und Mädchen interessieren sich für “nerdigen” Kram, aber nicht so richtig, nicht so wie Jungs und Männer? Weswegen es völligst ok ist, für den Titel “Nerd” bei Frauen strengere Maßstäbe anzulegen?
    Das erinnert mich an die Zeit, als ich in meinem jugendlichen Leichtsinn gesagt habe, ich sei Dortmund Fan, woraufhin von mir verlangt wurde, doch mal Spieler zu nennen. Als ich das tat, wurde gequengelt dass das doch nur die Bekannten seien, ich sei ja gar kein Fan.

    Da war ich aber so 9 oder 10, auf jeden Fall Grundschule. Ebenso meine Gesprächspartner.
    Wie schön dass du noch so *hust* junggeblieben bist.

    • Ach Maren. Kannst du denn immer nur in Kategorien von “alle” denken?

      Hinter dem Artikel und dem Fake Nerd Girl Meme steht ein Eindruck. Nämlich der Eindruck, dass man einem Mädchen die Aussage “Ich bin ein Fan” seltener glauben kann als einem Jungen. Oder alternativ, dass “Fan” aus dem Mund eines Mädchens sehr viel häufiger ein Ausdruck für “Ich bin ausreichend interessiert, um mich darüber auch mal unterhalten zu wollen” oder “Das ist meine brennende Leidenschaft; für die nächsten 10 Minuten” ist, als wenn ein Junge das sagt.

      Solche Übertreibungen und Buschfeuer nehmen Jungs halt nicht so ernst wie echtes Interesse. Und sie haben wenig Lust, sich mit solchen Leuten zu beschäftigen, wenn sie selbst wirklich Leidenschaft für das Thema haben.

      Heißt das, dass es keine Frauen geben kann, die sich für Fußball, Comics, ScienceFiction, Games interessieren? Natürlich nicht. Was für ein Strohmann.
      Bedeutet der Umstand, dass man aufgrund der Erfahrungen bei Mädchen erst mal skeptisch ist, dass man an sie strengere Maßstäbe anlegt? Natürlich nicht. So einen Quatsch kann nur jemand behaupten, der noch nie ernsthaft in einer Nerd-Szene involviert war. Da ist quasi jeder Satz qua Inhalt, der nur “Eingeweihten” verständlich ist, ein unbewusster Test für alle Beteiligten.
      Sollte eine Gruppe von Jungs, die in ihrer Freizeit Computer zusammenschrauben, ein Mädchen mit offenen Armen aufnehmen, welches von sich behauptet “Ich bin auch voll der Physik-Nerd. Ich weiß zum Beispiel, dass Arbeit und Kraft irgendwie zusammenhängen.”
      Auf so eine hornochsige Idee kann auch nur eine SJW kommen.

      Kurios ist dein Versuch, meine Anekdote als kindisch darzustellen.
      Wirklich kurios.

      Die Einstellung “Ich kann nix, aber ich will mitspielen” kommt in erster Linie von Mädchen und Muttersöhnchen. Beide können den Spaß an der Sache gehörig verderben. Daher die Abwehrhaltung.

      • @only_me
        *Nämlich der Eindruck, dass man einem Mädchen die Aussage “Ich bin ein Fan” seltener glauben kann als einem Jungen.*

        Warum sollte sie es sagen wenn es nicht so ist?

        *Oder alternativ, dass “Fan” aus dem Mund eines Mädchens sehr viel häufiger ein Ausdruck für “Ich bin ausreichend interessiert, um mich darüber auch mal unterhalten zu wollen” oder “Das ist meine brennende Leidenschaft; für die nächsten 10 Minuten” ist, als wenn ein Junge das sagt.*

        Muss es mehr sein?

        *Heißt das, dass es keine Frauen geben kann, die sich für Fußball, Comics, ScienceFiction, Games interessieren? Natürlich nicht. Was für ein Strohmann.*

        Aber sehr wenige, wenn es nach dir geht. Insbesondere wenn man die strengen Maßstäbe betrachtet, die du an Fandom legst.

        *Bedeutet der Umstand, dass man aufgrund der Erfahrungen bei Mädchen erst mal skeptisch ist, dass man an sie strengere Maßstäbe anlegt? Natürlich nicht*

        Natürlich ja. Schon alleine die Tatsache dass du in Frage stellst, was du bei einem Mann selbstverständlich hinnimmst, ist ein anderer Maßstab.

        *So einen Quatsch kann nur jemand behaupten, der noch nie ernsthaft in einer Nerd-Szene involviert war. Da ist quasi jeder Satz qua Inhalt, der nur “Eingeweihten” verständlich ist, ein unbewusster Test für alle Beteiligten.*

        😀 Was ist denn bitte die “Nerdszene”? So wie ich das verstehe und erlebt habe gibt es verschiedene Arten ein Nerd zu sein, weil Nerd, zumindest heutzutage, einfach heißt sich für etwas mehr oder weniger obsessiv zu interessieren. Da sind dann natürlich Fandoms quasi die Hauptkategorien, aber ich würde doch niemand als einen Fakenerd bezeichnen, weil er mein Fandom nicht teilt.

        *Sollte eine Gruppe von Jungs, die in ihrer Freizeit Computer zusammenschrauben, ein Mädchen mit offenen Armen aufnehmen, welches von sich behauptet “Ich bin auch voll der Physik-Nerd. Ich weiß zum Beispiel, dass Arbeit und Kraft irgendwie zusammenhängen.”
        Auf so eine hornochsige Idee kann auch nur eine SJW kommen. *

        Nun musst du mir nur noch erklären, warum das physikuninteressierte Mädchen das wollen würde?

        Im Prinzip laufen solche Fake-Irgendwas-Diskussionen doch immer darauf hinaus, dass die Gruppe sich irgendwie als was ganz doll Besonderes empfindet und im Endeffekt erwartet, dass alle sich ihnen an den Hals schmeißen wollen, weil sie sich als so superdupertoll empfinden. Das ist nichts anderes als schlichte, stumpfe Arroganz.

      • @maren
        “Muss es mehr sein?”
        Nein, muss es nicht. Aber dann gehörst du eben nicht zu der Gruppe der Fans (das Wort ist verwand mit fanatisch).

        Das Problem ist, dass viele Frauen eben beides wollen, eine Art “casual fan”. Und ich frage mich, woher du den Anspruch nimmst, dass diese von anderen Fans in deren Gruppen akzeptiert werden müssen?

        “Nun musst du mir nur noch erklären, warum das physikuninteressierte Mädchen das wollen würde?”
        Es gibt durchaus Leute, die nur zu einer Gruppe gehören wollen, weil es hip ist. Die Nerdszene ist ein klassisches Beispiel: Früher war das langweilig, aber seit dem Erfolg der Tech Industrie hat sich das ins Gegenteil verkehrt.

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