Oops, ist der Tagesschau hier grad ein heroisches “Mann” rausgerutscht?

Die Tagesschau hat hier eine Fotostrecke zur Bergung der A320.

Wie immer bleibt das Geschlecht der Akteure in sorgfältig gewählten Begriffen des unbestimmten (eben nicht maskulinen) Genus verborgen. Es ist die Rede von “Helfern”, “Experten”, “Rettungskräften”, “Medizinern”, “Ermittlern”, “Leuten” und “Bergsteigern”.

Wenn da nicht die Figuren auf den Bildern wären, deren Statur ziemlich deutlich männlich sind, könnte man glauben, dass die Hälfte der Menschen, die hier heldenhaft sich durch “unwegsames Geländer” kämpfen, unter “physisch und psychisch immensen Belastungsproben” leiden, sich “unter schwersten Bedingungen” “extremen Herausforderungen stellen” durchaus weiblich wären.

Der Wahnsinn der Feministinnen: Unsere Sprache macht nicht Frauen unsichtbar, sondern Männer. Man muss sich einfach denken, dass quasi alle, die da ihren Arsch riskieren, nicht weiblich sind.

Bis auf dem letzten Bild ein Ausrutscher passiert:

bergung

Whoa… Sollte es Situationen geben, in denen männliche Seilschaften gesellschaftlich akzeptiert sind?

Dass ich das noch erleben darf.


Was soll der Beitrag?

Meine rote Pille war seinerzeit spätestens nach diesem Film geschluckt:

Es hat sich nicht viel geändert. Also ist es auch noch immer gut, drauf hinzuweisen.

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7 thoughts on “Oops, ist der Tagesschau hier grad ein heroisches “Mann” rausgerutscht?

  1. Wieso “Seilschaften”? Warum nicht Gruppen? Bei dem Begriff “Seilschaften” muss man doch hellhörig werden und unwillkürlich davon ausgehen, dass Frauen aktiv davon abgehalten werden, dort ihren Heldinnendienst zu leisten… Pöses Patriarchat!

  2. Die Medien erzählen ständig von 16 toten “Schülern” obwohl es “nur” 2 waren. Die andern 14 “Schüler” waren “Schülerinnen”
    Was bezwecken die Medien mit dieser Aussage?

    • Echt? Hast du einen Link? Ich kenne ausschließlich Berichte wie “Es gab 100 Tote, darunter 2 Frauen”
      MaW: ohne Nachweis glaubt hier keiner deine Behauptung.

      • In der Klasse im Flugzeug waren fast nur Mädchen und eben 2 Lehrerinnen und es wird von Lehrer und Schülern gesprochen. Heutzutage ist es ja wichtig welches Geschlecht eine Person hat, besonders wenn es um Opfer und Täter geht.

        Ich vermute wenn diese Innen-Sprachkünstler uns nicht die Idee in den Kopf gesetzt hätten, das Frauen nicht mitgemeint sind wäre Großteil der Bevölkerung weiterhin davon ausgegangen das Frauen mitgemeint sind. Aber nun hat diese Idee fußgefasst.

  3. “Helfer”, “Experten”, “Mediziner”, “Ermittler”, und “Bergsteiger” sind doch eindeutig männliche Formen. Weiblich wäre Helferinnen, Expertinnen, Medizinerinen, Ermittlerinnen und Bergsteigerinnen. Neutral geht nicht bei allen Beispielen, aber durchaus bei Helfenden, Ermittelnden und Bergsteigenden.

    • Nein,
      denn der generische Begriff meint immer beide Geschlechter. Wenn man explizit das Geschlecht der Personen benennen möchte muss man z.b. von männlichen bzw. weiblichen Helfern, Studenten, Ärzten usw. sprechen bzw. bei weiblichen Personen kann auch stattdessen in vielen Fällen die Endung -innen angehängt werden.

  4. Pingback: Matthias' Woche - nicht-feministische Links der KW 14/2015 - NICHT-Feminist

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