“Männer sind leicht zu verstehen”, sagt die Frau

Auch in meiner Bekanntschaft, glauben viele Frauen allen ernstes, dass sie Männer gut verstehen würden, während das umgekehrt ja eher nicht der Fall ist.

Ich verfalle inzwischen immer in leicht nervöses Gelächter, wenn eine diesen Unsinn wiederholt.

Frauen haben im Allgemeinen nicht den geringsten Schimmer, was in Männern vorgeht, schon absolut gar nicht, wenn es im Themen geht, die i.d.R. nur für Männer relevant sind.
Wie z.B. Krieg.

Eine Bekannte von mir mag “Full Metal Jacket” nicht, weil “da irgendwie nur Gewalt verherrlicht wird.” Nicht, weil der Film zeigt, wie normale Menschen per Drill und Extremsituationen dazu gebracht werden, effiziente Soldaten zu sein. Nein, irgendwie ist das Gewalt und irgendwie finden Leute das faszinierend, also gibt es nicht mehr zu wissen, denken, reflektieren.
Das ist das Verständnis der Frauen.

Und Privilegien haben nur Männer.

Dieser Tage nun ist der 200. Jahrestag von Waterloo. Eine sehr große Sammlung von Männern trifft sich vor Ort, um die Schlacht zu re-inszenieren.

Was ist deren Motivation?
Sehnsucht nach einer (respektierten) Männlichkeit, die es heute im Westen nicht mehr gibt?
Tiefe Dankbarkeit, dass man als heute Geborener nicht mehr langsam auf Kartätschen zumarschieren muss?
Respekt vor den Männern von damals?
Ehrfurcht vor dem Umstand, dass Politik immer mit dem Blut einfacher Männer geschrieben wurde?

Was weiß ich, ich bin nicht dabei. Wäre ich dabei, hätte ich Gründe, die in diese Richtung gingen.

Die Tagesschau berichtet auch.
Genauer, Bettina Scharkus berichtet.

Ich habe ihren Bericht nicht länger als Minute 2 ausgehalten. “Hihi … ist das alles albern … huch, anstrengend, diesen Hügel hochzugehen … Franzosen sind auch da, ja, eigentlich klar … Ach, Ihr Urahn hat die erste Kanone der Schlacht gefeuert? Gäääähn, wieso sollte das jemand wichtig finden? Ist er wenigstens gestorben? Nein? Gääähn … [Filmriss]”

Wenn man Sheldon Cooper auswählte, von der Altdamenstrickliga Untertürckheim zu berichten, könnte das keine schlimmere Fehlbesetzung sein als Frau Scharkus.

Frauen verstehen Männer…

Ha Ha ha … ha … haaaarghhhhhh

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8 thoughts on ““Männer sind leicht zu verstehen”, sagt die Frau

    • Ich war auf “Mann als Mann” aus, aber du hast recht: “Mann mit Frau” ist ein ähnlich unverstandener Bereich.

      Sicherheitshalber (für stille Mitleser): Das an sich meine ich nicht mal als Vorwurf. Männer verstehen auch vieles an Frauen nicht. Das ist normal.

      Seltsam ist nur die Überzeugung von so unglaublich vielen Frauen, Männer hätten nichts (Relevantes), was sie nicht verstehen würden.

      Wo kommt nur diese maßlose Selbstüberschätzung her?

      • Ist doch logisch: Frauen sind das empathischere Geschlecht.
        Was? Sind sie nicht?
        Vielleicht sollten die Frauen™ das auch mal begreifen, dass sie eben NICHT das empathischere Geschlecht sind.
        Frauen™ haben für Männersachen™ nichts übrig. [Behauptung]
        [Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.]
        Deshalb KÖNNEN Männersachen™ gar nicht so wichtig sein wie Frauensachen™. Weil nur Frauensachen™ relevant sind.
        Vielleicht weil Männer™ nicht so viel über Dinge sprechen, die für sie von Relevanz sind.

  1. Ist ja gerade auf Geschlechterallerei aufgetaucht:

    Eine schreibt:

    Amy C vor 1 Jahr
    Why do men have such good insight into women? Between Nick Guerra and KT Tatara, they have it cracked!

    Eine Antwort:

    krystofer Taylor (AlphaK20) vor 11 Monaten
    Men have to understand women in order to get them- its like hunting.. knowing your prey

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