“Das muss doch geh’n”

Ich habe seit geraumer Zeit den Eindruck, dass sehr viele soziale Utopisten (egal welcher Kajüte) nicht gut darin sind, die nötigen Voraussetzungen und wahrscheinlichen Konsequenzen ihrer Forderungen zu kalkulieren. Da wird nur auf den Punkt geschaut: Einer Frau geht es nicht gut -> #aufschrei; Einige haben mehr Geld als andere -> #aufschrei. Da hat jemand Vorurteile -> #aufschrei. Jeglicher Kontext wird nicht wahrgenommen oder gar nicht erst verstanden. Ein schönes Beispiel dafür macht heute den Abschluss vom Danisch-Report zur letzten “Wir wollen mehr Frauen ohne sagen zu können wieso”-Pressekonferenz.

Nach der Veranstaltung sprach mich noch eine von der Organisation an. Nein, man wolle auf keinen Fall, dass eine schlechtere Frau einem besseren Mann vorgezogen würde, das wolle man einfach nicht. Wie bitte!? Schon mal mit Bandbreitenmanagement beschäftigt? Man kann eine feste Quote gar nicht durchsetzen, ohne Frauen besseren Männern vorzuziehen. Die haben da überhaupt nicht verstanden, was sie da eigentlich tun. Die leben naiv in einer Traumwelt, wünschen sich was, rechnen nicht nach, kapieren ihre eigenen Forderungen nicht, aber wollen sie mit Gewalt durchsetzen.

Das derzeit gängige Verfahren scheint also zu sein: 1. Es wird etwas entdeckt, worüber man sich aufregen kann, z.B. es gibt Vergewaltiger, die nicht bestraft werden. 2. Man überlegt sich etwas, was auf den ersten Blick Abhilfe schafft: Die Beschuldigung reicht, dass einer wegen Vergewaltigung eingesperrt wird. 3. Man ignoriert alle Konsequenzen, die außer der ursprünglich intendierten Problemlösung auftreten. Wenn dann eine Mein-Feminismus-Feministin beteuert, die die Yes-means-Yes Kampagne unterstützt, dass es absolut nicht ihre Absicht ist, dass unschuldige Männer eingesperrt werden, dann kann man ihr das in der Regel auch glauben. Das will sie wohl wirklich nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel) Sie ist einfach nur zu doof oder zu lala, um zu kapieren, dass das als Folge schlichtweg nicht zu vermeiden ist. Die aktuelle Hotpants-Debatte scheint mir von der gleichen Art. Auf der einen Seite gibt es nur: Mädchen sollen tun dürfen, was sie wollen. Scheiß doch drauf, was das für andere bedeutet. “Die sollen sich halt mal n bißchen zusammenreißen.”, wenn überhaupt zur Kenntnis genommen wird, dass Softporno im Klassenzimmer eine Auswirkung auf Jungs hat. ORzajSH sO4DvK1 I5HXJLw drVhi5D

(Quelle der Bilder)

Es bleibt, dass Hanlon’s Razor einer der wichtigsten Wegweiser durch das Chaos unserer Welt ist:

Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity.

Oder auch: “Leute sind eher doof als böse.”

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2 thoughts on ““Das muss doch geh’n”

  1. Pingback: Warum ich das Sommerloch über die Kleidung in der Schule positiv finde | Geschlechterallerlei

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